alejandra pizarnik

skizze zeichnung sequenz

sie sucht die bewegung im meer
sucht den abgrund der begrabenen worte
sucht das wort
sucht die nacht in der die nacht endet
die viel zu spät vergißt
dass sie niemals enden kann

eine dichterin
drei zeilen
drei vergessene worte
ein absatz

eine verglühte metapher

die notizen auf dem tisch
weggespült
das meer das vom verlassen abhängig ist
legt sich in die wellen die alejandra berührt

alejandra pizarnik

novela corta #56

skizze zeichnung sequenz

am gleichen meer und doch unendlich weit weg.

katharina vasces hatte heute alle hände voll zu tun, sehr viele gäste vom festland besuchten den leuchtturm. alles sehr elegant un welt gewandte menschen. katharina vasces beschlich irgendwie schon ein ungutes gefühl, ob sie in ihrem leben irgend etwas falsch mache. als sie dann aber mit mehreren ihrer besucher ins gespräch kam, begannen die alle, ausnahmslos zu jammern und waren fast nicht mehr zu bremsen.

dem kobboi auf dem festland erging es nicht besser. beim espresso in einer bar, wo er nicht genau wusste ob und wie, durfte er sich doch einiges anhören.

immerhin schien es bigshot und den bildermachern besser zu gehen.

katharina vasces und der kobboi bleiben im gespräch.

meer – vertrauen

meer aquarell

die gischt, die ich dir für schnee verkauft habe, wenn deine sehnsucht nach winter zu verbindlicher einsamkeit gefror.
das licht bricht sich doch auch im sommer und möwen sind weiß.
wenn du auf die zarte haut gewartet hast, die dem wasser im winter wächst, wusste ich, es gibt vertrauen.

muetzenfalterin