
ein schöner sommer, warm, das leben geniessen und alles nimmt seinen lauf. das meer steigt lautlos.

die ballade “der taucher” von friedrich schiller kam mir heute in den sinn, als ich aufs meer blickte. einer meiner früheren turnlehrer hatte eine besondere art, schülerinnen, die nicht so taten wie er wollte, zu bestrafen. je nach vergehen musste man mehrere oder nur einzelne strophen von schillers “taucher” auswendig lernen. das ende dieser jahrzehntealten tradition kam, als sich eine schülerin selbstsicher vor den lehrer stellte und mit fester stimme und mit totaler hingabe sprach: “der taucher: glugg glugg und er war verschwunden”. niemand musste den “taucher” je wieder vortragen.

die freiheit geniessen… ich kann mich bewegen wohin ich will, keine ampeln, die meinen rhythmus bestimmen, keine gehsteige, welche meine route vorgeben, keine menschenmassen, durch die ich mich durchwühlen muss. nasse füsse – der sand fühlt sich angenehm an.