isla volante

35

35 ist ein kurzfilm über das kino selber.  35 filme  so weit wie möglich vereifacht. das ergebnis ist ein 2-minütige fahrt durch die geschichte des films.

pascal monaco felix meyer

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autonome systeme

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Galerie Bleifrei, Aarau

Folgende Künstlerinnen zeigen Video, Installation, Fotografie, Malerei oder Performance:

Christian Balke, Gianin Conrad, Jürg Curschellas, Helmut Gold, Annette Gröbly, Marc Hartmann, Haruko, Tom Karrer, Meszmer & Müller, Jeanine Osborne, Rittiner & Gomez, Alban Ringli, Schlatter & Levi, Tom Schneider, Nadine Schwarz, Nicole Schwarz, Sabina Speich, Eva van der Spek, Reto Steiner, Anita Tarnutzer, Fabian Suter, Claudia Waldner.

7. August 19:30 Vernissage
8.-20. August 16-19:00 Ausstellung
21. August 19:30 Finissage

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volkszählung der ozeanen

meerbewohner

In den Weltmeeren leben 230 000 Arten

Das Meer nimmt einen riesigen Teil der Biosphäre ein, dennoch ist über keinen Lebensraum so wenig bekannt. Nun versucht die erste umfassende Volkszählung in den Meeren rund um den Globus, einen Überblick zu geben.

Nirgendwo sonst leben so viele verschiedene Meerestiere wie rings um Japan und Australien. In beiden Seegebieten kommen jeweils rund 33 000 verschiedene Arten vor, berichten Forscher der bislang grössten Volkszählung in den Meeren, des Census of Marine Life, im Fachmagazin «PLoS ONE».

Zu den Funden der Forscher gehören ein Urzeit-Krake, feengleiche Meeresschnecken, riesige Einzeller und besonders hitzeresistente Muscheln. An der Zählung sind inzwischen rund 2000 Forscher aus etwa 80 Ländern beteiligt. Nie zuvor ist die Frage «Was lebt im Meer?» so genau beantwortet worden.

Das Meer um China, der Golf von Mexiko und das Mittelmeer gehören ebenfalls zu den Top 5 der Arten-Rangliste. Fische sind dabei zwar die bekanntesten, aber bei weitem nicht die häufigsten Lebewesen. Diese Rolle fällt den Krebstieren zu: Shrimps, Hummer, Krabben, Krill, Seepocken und andere Vertreter kommen auf 19 Prozent des Arteninventars.

Unterschätzte Anzahl

Weichtiere wie Tintenfische, Muscheln und Schnecken stellen 17 Prozent, und erst dann kommen mit 12 Prozent die Fische. Darauf folgen Einzeller, Algen, Ringelwürmer und weitere Organismen. Bei aller Mühe und der bislang zehnjährigen Arbeit ist die Volkszählung aber nur ein Beginn.

«Dieser ersten Bestandsaufnahmen liegen spärliche und ungleich verteilte Proben zugrunde, die künftige Forschung wird den Bestand ganz ohne Zweifel verändern», erklärt der Hauptautor der Census-Zusammenfassung, Mark Costello vom Leigh Marine Laboratory der University of Auckland in Neuseeland.

Anfang Oktober, wenn die Forscher in London eine erste grosse Bilanz präsentieren wollen, wird der Katalog wissenschaftlich bekannter Arten voraussichtlich 230 000 Einträge umfassen – vom Einzeller bis zum Blauwal. Die Zahl der Fische wird sich vermutlich bei rund 21 800 einpendeln.

Einwanderbecken Mittelmeer

Aber auf jede bekannte Tierart im Meer könnten noch vier weitere existieren. Das gilt weniger für gut erforschten Wale oder Haie als viel mehr für die kaum zu erfassende Unzahl kleiner Schnecken, Würmer, Muscheln oder Einzeller. Gänzlich unübersichtlich wird es, wenn Algen, Bakterien oder Viren hinzukommen.

Besonders viele eingewanderte Fische, Mollusken und andere Tiere gibt es im Mittelmeer zu sehen. Hier leben mehr als 600 Neuankömmlinge – mehr als 4 Prozent aller Arten in diesem Gebiet. Die Herkunft ist zumeist das Rote Meer, als Verbreitungsweg dient häufig der Suezkanal.

Dem scheinbaren Überfluss zum Trotz: «Die See ist in Schwierigkeiten», sagt Nancy Knowlton vom Smithonian Institute in Washington, Leiterin der Arbeitsgruppe für die Riffe. «Ihre Bewohner haben in keinem nationalen oder internationalen Gremium Sitz oder Stimme, aber sie leiden, und müssen gehört werden.»

Gefährliche Überfischung

Die grösste Bedrohung geht von der Überfischung der Meere aus. Der Verlust der Lebensräume, einwandernde Arten, Verschmutzung, Überdüngung, Sauerstoffmangel, Verklappung von Müll oder die Versauerung der Meere sind weitere Probleme.

Die Überfischung ändert das Meeresökosystem. Wenn über Jahrzehnte riesige Fischschwärme weggefangen werden, wachsen Algen massenhaft. Das wiederum hilft Quallen, die sich explosionsartig vermehren und dann alle möglichen Meeresorganismen fressen. Schliesslich hat auch der Mensch nichts mehr zu fischen ausser Quallen, die keinen Nährwert besitzen.

band à part

ein video zu jean-luc godard’s “band à part” mit musik von the love language’s “lalita”.

Jean-Luc Cinema Godard dreht einen Genrefilm, wie schon in “Atemlos”. Ein Kriminalroman von Bert und Dolores Hitchens liegt zugrunde, Godard transponiert ihn ins Register “Queneau”. Ein Roman Queneaus ist es, “Odile”, den Odile, die von Anna Karina gespielte Heldin, liest. Godard hat “Außenseiterbande” in 25 Tagen gedreht, hat die erzählte Zeit von mehreren Monaten auf drei Tage kondensiert, lässt Arthur, Franz, Odile durch die Gegend rasen, mit dem Auto, zu Fuß, in neunminutendreiundvierzig durch den Louvre, neuer Weltrekord, und sprengt Einstellung für Einstellung die Narration in die Luft.

Und setzt sie wieder zusammen, mit grotesken Löchern, Redundanzen, Extravaganzen, Voice-Overs (Godard spricht sie selbst), die kommentieren, kontaminieren, konterkarieren, aber eines nicht geben: Zusammenhalt. Oh ja, es spricht ein Erzähler, der allwissend tut, verlässlich ist er nicht, die Bilder und die Töne und Figuren entgleiten ihm unter der Stimme, je genauer er über sie Bescheid zu wissen vorgibt. Jean-Luc Cinema Godard hat diesen Film im Laufen gedreht, mit Raoul Coutard, versteht sich, al fresco, im Fahren und der scheinbare Akt der Verklammerung durch die Stimme eines Erzählers, die die Stimme des Regisseurs ist (und Drehbuchautors), ist dann die Sekundärzerstörung der Narration. Was bleibt, ist Bewegung. Was bleibt, ist die Stille im Café “Madison”, weggeblendeter Ton, was bleibt, ist der Tanz im Café “Madison”, der bis hin zu Hal Hartley und Quentin Tarantino inzwischen eine kleine filmhistorische Polonaise gebildet hat.

Das Geld, die Pistolen, der Tod, die Liebe, Shakespeare und die kahlen Bäume gegen den Himmel, schwarz-weiß. Am Ende die Erdkugel. Den Raum des Films, in dem er spielt, den er spielt, gegen den er spielt, den er sich erspielt, den gibt es nicht. Der Raum des Films ist die Bewegung, das Schlängeln, der Figuren, der Kamera durch das leere weiße Haus, ist die Fahrt mit dem Auto, der rasche Schritt Odiles vom Haus, das so wenig Zentrum dieses Films ist wie irgend etwas anderes, zu Arthur und Franz, die sich die Zeit vertreiben, am anderen Ort. Die Zeit des Films, die Zeit, die er schafft, die er aus dem Raum und der Narration schlägt, die gibt es nicht. Die Zeit des Films ist der Flug durch den Louvre, der Stillstand der Stille des Café Madison. Der Raum, die Zeit von “Die Außenseiterbande” ist die schiere Kontingenz, ein Zirkus, ein Tiger, das Geld, das Gesicht von Odile, die tote Frau im Schrank, die Nach, das Schiff, das lächerliche Ende, ein albernes Zauberkunststück nach dem anderen, das lächerliche Ende:

Mon histoire finit là, comme dans un roman bon marché, a cet instant superbe de l’éxistence où rien ne décline, rien ne dégrade, rien ne déchoit. Et c’est dans un prochain film que l’on vous racontera, en Cinémascope et en Techicolor cette fois, les aventures d’Odile et de Franz dans les pays chauds.

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