isla volante

logbuch der insel - rittiner & gomez

literaturpreis 2011

text: - 2. Februar 2011

darja stocker

der isla volante literaturpreis 2011 geht an darja stocker

micha

von daria stocker

Ich bin tot oder blind. Sand klebt am Fenster und verdeckt mir die Sicht auf das Meer, den Hafen. Der Sturm ist also bis ans Ende der Wüste gekommen. Wie ich hierher komme, wo die andern sind?

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literaturpreis 2010

text: - 15. Februar 2010

hartmut abendschein

der isla volante literaturpreis 2010
geht an hartmut abendschein

die träume meiner frau

von hartmut abendschein

Sign: C_V/P3-2.089, (descriptor=Punkt, Komma, Strich)

Meine biometrischen Daten? Immer der Reihe nach: hier haben sie zwei Augen, ein halbes und ein ganzes, einen vorlauten Mund, eine schiefe Nase und ein Paar Ohren mit etwas Käse darin. Gerade hat man mir die Haare geschnitten, das dürfte ihre langweilige Zahlenkolonne irritieren. Hinterm Komma. Und mich abzulichten, war kein leichtes Unternehmen. Unschöne Dinge sind passiert: das Blitzen und Donnern, danach ein warmer Westwind in Photocolor bis hinein in die Ecken. Dort wurde ein Abzug bis zur Entsprechungslosigkeit beschnitten. Abgerundet, sagt man. Nur das Spiegelbild schaffen sie nicht, und auch nicht das Gegenüber der Welt. Man könnte sie also genauso gut erwürfeln: die Zahlen, die sie suchen.

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literaturpreis 2009

text: - 6. Januar 2009

sunil mann

der isla-volante-literaturpreis 2009 geht ansunil mann

leonie

von sunil mann

Der schwarze Cherokee schoss von links auf sie zu, die fünfundvierzigste herunter, die leicht abfallend von der Central Station zum UNO Gebäude führte.

Ein heisser Tag, New York glühte unter der Junisonne. Die wenigen Leute, die sich zur Mittagszeit hinaus wagten, drückten sich den schattigen Wänden entlang. Verharrten kurz unter den grünen Markisen der Quartierläden, schnappten nach Luft und wischten sich den Schweiss von Hals und Nacken. Kauften schnell ein und verschwanden dann gespenstergleich wieder in ihren eisgekühlten Bürogebäuden. Windstille, der Asphalt schwitzte Teertropfen, die Luft roch staubig, nach verwesenden Abfällen. Stille überhaupt, die Gegend wie ausgestorben, nur aus der Ferne war der Verkehr der Fifth Avenue zu hören.

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