
Tausend Tische am Strand von Copacabana. Viertausend Menschen mit viertausend Picknickkörben, die sich setzen und miteinander teilen. “Doch was ist das, was sie da einander anbieten?” frage ich ein hübsches Fräulein, das soeben mit einem Korb an meinen Tisch getreten ist. “Oh”, lacht sie, “Sie wissen das nicht? Heute tischen wir einander Lügen auf!” Und schon greift sie in ihren Korb und beschenkt mich mit einem Märchen, das so ungeheuerlich ist, dass ich wollte, es wäre wahr.
prima zirkel. das “fräulein” lässt allerdings darauf schliessen, dass sich die geschichte in der letzten hälfte des vergangenen jahrtausends ereignete. das würde ich neutralisieren … (und die picknickkörbe zu körben?). aber vielleicht willst du ja den marker …?
kommentar vom 8. April 2008 10:41der schiffsbrüchige ist vermutlich immer noch verwirrt und das “fräulein” ist auch nur teil seines märchens.
kommentar vom 8. April 2008 10:56das ist konsequent, ja, in metamärchen muss das wohl so sein …
kommentar vom 8. April 2008 11:31Déjeuner à la plage? En paix?
kommentar vom 8. April 2008 11:47@hab: zum “fräulein”: zum glück ist am strand alles etwas anders. zum glück gibt es da noch die “senhoritas”, die, sobald sie das “ita” durch ein simples “a” ersetzen, auch ihre anmut zugunsten einer gewissen ernsthaftigkeit, die ihnen nicht immer gut ansteht, aufgeben. um der gerechtigkeit willen lassen wir in diesem märchen auch nicht nur “senhores”, die sich generell zu wichtig nehmen, existieren. hier gibt es auch “senhoritos”.
kommentar vom 8. April 2008 12:54@hab noch eins: du solltest mal wieder für längere zeit ins ausland. der schweizer hang zur neutralität scheint dir schon von fleisch und blut auf zunge und lippen übergegangen zu sein. einen ausdruck neutralisieren? nie und nimmer! :-)
kommentar vom 8. April 2008 12:58war nicht ganz so ernst gemeint. aber ja: kontext färbt ab. man ist dauernd am waschen. vielleicht bin ich deswegen auch immer so müde und die hände gelaugt und geschwollen …
kommentar vom 8. April 2008 13:05passt doch. die schweiz wäscht weisser. ist doch erfreulich, wenn sie endlich müde wird ob dieser tätigkeit.
kommentar vom 8. April 2008 18:34Tja, wir wollen eben geren belogen werden und manche lügen das Blaue vom Himmel herunter, wie man hier sieht.
kommentar vom 8. April 2008 19:10ein gekonntes Frühstück im Freien
kommentar vom 8. April 2008 19:43