danilo kiš

danilo kiš skizze zeichnung sequenz

setzen wir die worte zusammen
setzen wir sie in den käfig
prügeln wir sie durch
fragen wir sie
ist alles in ordnung
der käfig nickt
die augen des käfigs sind streng

es fällt auf ihn zurück

es kommt ihn leichter vor sich einen dichter vorzustellen
einen dichter mit dunklen augen
der das meer einfängt ohne dass er es berührt

es fällt auf ihn zurück

der käfig ist nackt, er ist kein lorbeerempfänger
er kreist um die insel
er sägt an den worten

es fällt auf ihn zurück

er träumte er wäre ein wort
er setzt sich zusammen
er wird gefangen genommen
er sitzt im käfig und denkt
der käfig rührt mich

es fällt auf ihn zurück

er möchte kein teil von vergessenen antworten sein
er sitzt in der nacht lange auf den dächern sarajevos
er möchte ein meer erfinden; ein meer voller betrachtungen;
voller richtungen die immer in dieselbe richtung laufen
die sterne liegen dort und keiner hebt sie mehr auf

danilo kiš

text:

Frau Blau

worte mögen wie vögel keine käfige, da kann der käfig sich auf den kopf stellen und noch so sehr Zuhause mimen- ha! ich öffne die türe und lasse die worte und die vögel frei, jetzt sitzen sie im apfelbaum und schauen bis zum meer, über ihm funkeln die sterne

16. März 2013 - 11:20

Dong

es funkelt auch wenn man Kis liest

16. März 2013 - 12:06

punk.t

die teleportation beginnt zu knistern. enfin.

16. März 2013 - 17:55

marea

ich lausche am meer…

17. März 2013 - 10:55

eukapirates

meine lieblingszeilen: der käfig kreist um die insel / er sägt an den worten …

17. März 2013 - 14:56

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.