das unmögliche beschreiben

comic

Erklär mir das mal. Wir sehen uns auf einer Insel, wir begegnen uns zum ersten Mal. Du sagst mir nicht wer du bist und auch ich schweige, was ist das, was beruhigt uns daran, wann treffen unsere Körper zusammen, wann bemerken wir diese Ähnlichkeit, diese Gewissheit die macht, das wir unsere Namen nicht mehr trennen können, von dem Körper des anderen.
Was trägst du mit dir? Woran liegt es dass wir so gerne in den Nächten an den Ufern sitzen, die Sterne betrachten, als wären sie Teil des Meeres und unsere Augen verschonen, die nicht mehr in der Welt sind..
Wer bist du? Eine bosnische Frau die zwischen den Orten noch immer ihre Stadt sucht, ihre Stadt in der die Nacht zu den Bergen sieht, nicht weiß, welche Augen sie dort oben mit ihren Tränen füttern?
Warum leben wir so sehr in unserer Erinnerung, das wir alles was wir betrachten mit hineinziehen, einen vergessenen Kuss, einen verschobenen Brief oder ein neu aufgehobenes Massengrab, was finden wir dort, irgendeine Spur von uns? Ein Körper, der uns daran erinnert, das wir, selbst wenn wir nicht mehr leben, noch Ähnlichkeit mit unseren Mördern haben?

text:

Weberin

was für ein großer Satz: „… dass wir, selbst wenn wir nicht mehr leben, noch ähnlichkeit mit unseren mördern haben?“
Das ist tatsächlich ein Satz, der das Unmögliche beschreibt.
Ein wertvoller Satz, wie ich finde.

15. Mai 2011 - 15:26

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