franz gründlinger

skizze zeichnung sequenz

licht füllt die lücken
licht am rande der dunkelheit
du hebst deine einsamkeit auf
du tanzt auf drei hochzeiten
erkennst
ich muss in nusssalz baden um mich
besser vor ihren blicken zu verstecken

du versteckst dich vor ihren blicken
du streust deine augen auf ihren körper
du sagst
der mund ist das sprachlose auge das betrachtet und spricht weil es nicht sehen kann

du beginnst deine atemübungen
ein sprachloses gitter weckt pausen
du erinnerst dich
(das wurde aber auch zeit)
die zeit ist dein ständiger begleiter

die lust zwischen den wellen zu rufen
ich bin ein mitreisender
ich brauch ein handtuch für mein schlechtes gewissen

licht füllt dich ab
wenn die seeschiffer ohne tote fische nach hause kommen
da hebst du deine einsamkeit in die höhe
tanzt auf vergebenen orten
erkennst
ich muss den diebstahl berauben
ich muss zwischen den sätzen einen wählen der zu ihr passt

er bittet die lachenden zugvögel um hilfe
die um ihr eigenartiges gelächter kreisen
deren schatten rufen
zu bette
zu bette ihr spättauben
sonst bewirft das auge euch mit worten und
mit worten kann kein vogel etwas beginnen
nicht einmal sterben können sie damit

sie hebt kreide auf
du hast es gesehen
du hast die worte die zwischen ihr und der kreide flogen verstanden
du hast sie als worte verstanden
du hast aus den silben gewehre gemacht
wenn dir die worte ausgingen
hast du einfach
mit deinem leben bezahlt

text:

p.unkt

thanks a lot, dong!

4. April 2014 - 14:01

Holger Ehrlich

Bin schon ganz schwindelig und sehe Schiffe über kopf fahren …

4. April 2014 - 15:12

reto

verrückt schön, die insel lebt. unbezahlbar.

4. April 2014 - 17:12

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