gehen wir bleiben

zeichnung

fahren wir doch weg, sagte einer der zwei,
fahren wir dorthin wo wir nicht sind, wo sie
auch nicht nach uns fragen, nicht einmal ihre gesten
deuten daraufhin, dass sie uns vermissen könnten.
nein, sagte einer der zwei, nein, wir bleiben hier, wir
bleiben hier, weil hier das meer ist, weil hier das meer beginnt, weil das meer
immer dort beginnt wo wir sind.
aber was hält uns, fragte einer der zwei, die drei minuten über die
wir uns gedanken machen, die wir glücklich sein könnten, wenn wir es
nötig hätten, die wären wir auch dort, auch dort könnten wir von uns behaupten,
das alles noch in ordnung sei, das wir geduld bräuchten, den langen atem der orientierungslosen.
aber nein, rief einer von beiden, wenn wir hier verschwinden, brauchen wir lange, um uns über den verlust klar zuwerden, wir fallen über unsere schritte, das weißt du doch, wir begreifen uns nicht mehr, weil unsere körper umherstreunen, ohne uns , auch jetzt verstecken sie sich wieder, sie verstecken sich im meer und das meer kann sie begraben, jederzeit, ob es nacht ist oder tag, ob wir uns einreden das glück zu kennen, oder ob wir darin ertrinken.

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