glück 1 bis 24

marianne vogel kopp glueck 1 bis 24

die bildermacher sind heute auf dem festland

glück 1 bis 24 – von marianne vogel kopp mit fast alltäglichen weihnachtsgeschichten.

mit einer bildergeschichte in 10 bilder von rittiner & gomez. sie erzählt die geschichte „das lange warten“ von  brigitte becker.

2015, 112 seiten, 12.5 x 20.0 cm, paperback mit 10 farbigen illustrationen
isbn 978-3-290-17835-2

zum buch

die weihnachtszeit macht menschen dünnhäutig, emotionen steigen hoch, begegnungen berühren tief. die weihnachtsgeschichten von marianne vogel kopp erzählen von menschen, die nichts besonderes gesucht haben, aber auf je eigene weise gefunden wurden vom weihnächtlichen glanz. wie der online-redaktor, der süffige weihnachtskolumnen schreibt, und zu unpassender zeit von seinem namensvetter zu sich nach hause eingeladen wird. oder das junge paar, das sich via post-it-zettelchen darum streitet, ob in der neuen gemeinsamen stube am heiligabend ein weihnachtsbaum stehen soll oder nicht.
neben flashmob-initianten und «heilsarmee-engeln» treten zynische weihnachtsmuffel auf, sehnsüchtige und einzelgänger ebenso wie familien in unterschiedlichsten zusammensetzungen. alle leben ihr eigenes, ganz normales drama und werden unversehens ins weihnachtsgeschehen hineinverwickelt. das göttliche geheimnis kommt in ihrem hier und jetzt zur welt und erfasst alle mit seiner subtilen verwandlungskraft. das kann auch den leserinnen oder zuhörern dieser geschichten widerfahren.
text:tvz

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text:

:Ludwig

… mit dem erwachen des weckers legte herrn ritungos fähre heute morgen an. als er die ersten schritte aufs festland wagte, wie gewohnt barfuß und das wie immer vom scheitel bis zur seele, war ihm sonderbar zumute. erspürten doch seine sohlen eine leichte erschütterung, die unter ihnen davon lief und sich am offenen fenster verlor. gerade so, als ob das festland nicht so fest war wie allgemein angenommen. ritungo beugte sich zum boden hinab, legte wange und ohr an die dielen – ja! seine hände strichen über des fußbodens und spürten die spröde härte ineinander verzahnter federhärchen, spürten, wie diese sich in leiser welle zu schwungfedern fügten und, bäuchlings über den boden des zimmers streichend, maß herr ritungo die spanne eines riesigen schwanenflügels aus, wie er sich durch das holz der dielen zog, mit dem strich der maserung hob und senkte und ihn, herrn ritungo, ans offene fenster zu bitten schien. er gab dem nach und schaute hinaus: november. die welt hüllte sich nebel, die schwache sonne des noch jungen tages wirkte lichte streifen hinein, gerade so, als gälte es, die matte kühle der nebeltröpfchen zu unterstreichen, milch in wasser, über dem fluss drehte es sich mit der strömung und zog seinen blick mit sich …
wieder lief ein schaudern über die dielen des fußbodens, herrn ritungos bloße fußsohlen hinauf den rücken entlang bis über die ohren … braaav!, herr ritungo langte aus dem fenster und klopfte dem haus die flanke, braaav … – „festland“. ritungo schmunzelte.

26. November 2015 - 00:48

gomez

@:ludwig: ein grosses dankeschön.

26. November 2015 - 08:35

graugans

…von mir auch, fürs verzaubern!

26. November 2015 - 12:53

:Ludwig

danke schön für die inspiration, die ich aus deinen bildern und texten gewinne :)

27. November 2015 - 21:23

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