hilflos

umarmung ratur aquarell

ratur wusste sich nicht zu helfen, sich selbst nicht und daher erst recht nicht ihr. sie war mittlerweile an ihn herangetreten. den kopf in den nacken gelegt betrachtete sie ihn und lehnte sich schließlich an ihn an. reichte ihm bis zur schulter.

hm, seufzte sie, während ihre hand zwischen seiner brust und dem angelegten oberarm hindurch schlüpfte und ihr arm sich auf den seinen legte.

ich …
unwillkürlich richtete ratur sich auf, um sogleich wieder zu entspannen, erwiderte ihren blick, der mit dem halt, den sie an dem seinen gefunden hatte, an eigener selbstverständlichkeit gewonnen zu haben schien, erwiderte ihr lächeln.

schön, dass du da bist!
wen auch immer sie gesucht hatte und nun gefunden zu haben glaubte, ratur fühlte sich auf seltsame weise wohl und blieb. blieb der, der er ihr war, wer auch immer. gerade so, wie auch das meer da war und blieb. mit seinem horizont, daraus schiffe auftauchen und darin verschwinden. wie der auch bleibt, wenn die flut sich dorthin zurückgezogen hat und die menschen sich hinauswagen auf den meeresgrund.

navigation der serie
sequenz 9 von 48 der serie ratur lites

text:

marea

ratur macht den montag gut.

28. März 2016 - 10:11

Dolphilia

Wir oszillieren. Im periodischen Gezeitenschwung sind wir immer die Amplituden auf Normalnull der Meere. Manchmal, ganz unbewusst, wird Oberfläche zum Himmel und dann sieht man sich selbst tief ergründed…wieder!

28. März 2016 - 10:41

graugans

Oh, herzlichen Dank für diese Worte: er blieb der,der er ihr war, wer auch immer…“ So was Schönes…läßt die Welt erstrahlen! Liebe Grüsse…bin zum Leuchtturm geflogen, hab Tee dabei und Schokoladenkekse…wer mag soll kommen, wird ja mal wieder Zeit für einen kleinen Plausch mit den volanterinnen!

29. März 2016 - 15:39

rittiner & gomez

@graugans: oh ja, willkommen.

29. März 2016 - 15:58

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.