ich bin jetzt bereit für ein kind …

ratur aquarell

überrascht wandte ratur sich ihr zu …

du weißt, in diesen zeiten ein kind in die welt zu setzen, macht mir angst …

ratur nickte ihr freundlich zu. in ihren augen glomm ein licht auf.

… aber wenn ich bei dir bin, verliert die welt ihren schrecken …

was, ging es ratur durch den kopf, geht hier vor? fragend suchte er im blick der alten, doch die neigte den kopf zur seite, kräuselte ihre lippen und flötete:
niemand spielt saxophon so schön wie du, mit so viel gefühl, da …

saxophon? ratur ging auf, dass er projektion war, in einer ihm fremden welt, gerade so, wie kurz zuvor sein um erfüllung heischendes kopfkino ihm bilder eines meeres an die innenseite der lider geworfen hatte, das sich selbst schuf aus hören, fühlen und erinnern.

er nahm seinen arm von der schulter der fremden, die sich sogleich wieder bei ihm unterhakte.

… fühle ich mich so geborgen.

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sequenz 12 von 48 der serie ratur lites

text:

Bess

manchen überfallen die kinder, reife babys in herz und hand von kindern. manche sprechen im nachhinein vom rechten zeitpunkt. mancher mensch weiß nicht, wo seine liebe zur welt hinwenden, die kinder sind gegangen, aber jetzt erst erfährt er eine reife, die rotbackige zwerglein aus ihm fallen lassen könnten.

18. April 2016 - 18:12

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