judith holofernes

skizze zu text von hans-jürgen hilbig

es gibt unruhen die sitzen fest
die kommen nicht darauf
dass man gedichte schreiben und lesen kann

die gähnen in den verlassenen orten
die sagen nicht
wir sind zu spät aber wir haben niemanden
verlassen
oder
wir sind unschuldig beim verlassen
so unschuldig als hätten wir es nie getan

es gibt sorgfältige
die ignorieren dich
die gehen über dich hinweg
die lichten die kreise
die dichten und richten sich ein

die setzen sich fest
die vergessen ganz was ein gedicht ist
die wissen es
die glauben
es reiche wenn man es weiß

da sitzen sie
gesetzt wie verlorene
die nicht verloren sind
in ihren zimmern glüht es trotzdem hell
wie das bellen der schneehunde die zum tee laden

ein leichtes schwert das vergißt dass es orte gibt
orte die nicht vergessen
dass es schwerter gibt

wir brauchen keine käfige
wir brauchen keine fesseln
wir brauchen nur das verlangen
dass es nicht die unruhe ist
die uns weiter sitzen läßt

die nichts verlangen haben schon vergessen
die vergessen haben sitzen das aus
schreiben gedichte
bekommen honorare
mit den honoraren
kaufen sie sich neue käfige
die vergessen machen wie leicht es sein könnte
sich zu befreien

judith holofernes

text:

punk.t

dong zurück auf der insel? so eine freude!

22. August 2014 - 08:02

marea

wunderbar!

22. August 2014 - 08:04

Dong

Judith ist wunderbar und diese Zeichnung

22. August 2014 - 08:31

Dong

22. August 2014 - 08:43

sascha

ich mag sie, die dongerstage auf der insel.

22. August 2014 - 08:47

Ulli

ach, es ist herrlich wieder zurück aus den Ferien zu sein und hier, wie auch woanders so wunderbare Texte lesen zu dürfen und dazu wunderbare Bilder zu betrachten oder Musik zu lauschen …

schön, dass es die Insel gibt!!!

herzliche Grüsse
Ulli

22. August 2014 - 14:04

r&g

wir danken allen und dong herzlich.

22. August 2014 - 17:06

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