mal ist es weit, mal ist es fern

ratur aquarell

noch immer stand ratur am strand, die augen geschlossen. hatte den kopf gesenkt, versunken in den gedanken, dass eines fehlte, jetzt, wo er dem meer lauschte und den projektionen nachsann, die sein sehen auf die innenseite seiner lider warf: die weite. sein meer, nicht das meer, wurde ihm bewusst, beschränkte sich auf das kleine zerbrechliche erleben ratur lites, verloren mit dem augenblick, da er die augen wieder öffnen würde. schon wäre es fern, sein meer, und das meer vor ihm wäre weit wie gewohnt und gewohnt weit. weit und breit gewohntes.

bewohntes, ging es ihm durch den sinn.

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sequenz 4 von 22 der serie ratur lites

sascha

mir ging es heute nicht besser und die umgebung war auch nicht so toll.

22. Februar 2016 - 22:01

Bess

Da steht er nun und hinter ihm sein Schatten. Beim ersten Ansehen hielt ich die schwarzen Striche für Zeiger einer Uhr. Schlägt dem Meer eine Stunde? Raturs Meer wird wohl eine Endstunde haben, wenn Ratur die Augen für immer dunkel hat.
Und dann die beiden Fenster. Dichte Luft (Ge-dichteluft?) in dem einen. Oder Regen? Und durchs andere sehe ich vielleicht einen regendichten Hut. Vielleicht aber auch einen strandenden Großfisch. So viele Geschichten.

22. Februar 2016 - 23:14

:Ludwig

„… so viele Geschichten …“ Das gefällt mir, sehr, Bess, denn liest nicht jeder (s)eine eigene?

29. Februar 2016 - 11:27

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