meer – die reise

meer aquarell

ich verlaufe mich in mir selbst bis die zeit mich frisst. mich über bekommt und ausspuckt.
wir bestiegen ein schiff. das ufer entfernte sich. das schiff war groß. das meer war größer. naturgemäß stand über allem der himmel. manches wurde durchsichtig auf dieser reise. bereit jederzeit die farbe des himmels anzunehmen. vieles hörte auf eine bedeutung zu haben. die möwen verfolgten uns eine zeitlang. dann waren wir allein. mit dem rauschen, den wellen, der nacht. ich stand an der reling und sah so allerlei. ich sah mein leben verschwinden. durchsichtig werden, ohne an undeutlichkeit zu verlieren. die welle brach sich am bug und trieb uns weiter hinaus.

muetzenfalterin

text:

Holger Ehrlich

Vom Meer kann ich gar nicht genug bekommen!

6. November 2013 - 09:21

haushundhirsch

Vermutlich ist es ein Schiff, das uns an den Ursprung von allem zurückbringt.
Ein wunderbarer „Gedankenmacher“, Text und Bild!

6. November 2013 - 17:37

Ludwig Janssen

„…
die welle brach sich am bug und trieb uns weiter hinaus.
…“

cinatiT

…?

In solchen Fällen denke ich mir: Hm, vielleicht waren doch eher der Schiffsdiesel und -schraube die treibenden Kräfte …

7. November 2013 - 08:09

rittiner & gomez

wer weiss – wer weiss

7. November 2013 - 20:09

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