marjana gaponenko

marjana gaponenko skizze zeichnung sequenz

auf dem meer wachsen die leuchttürme wie pilze
alle haben verschiedene arten zu grüßen
die einen wackeln und bersten
die anderen recken einfach nur ihre hälse

die flaschenpost gestern war gut
sie traf mich mitten in mein schweigen
ich lag auf meinem alten verstaubten stuhl und lachte über das leben
dass man existiert ist der beste scherz
der rest danach ist auch nicht schlecht

ich erinnere mich dunkel an eine nacht
die liebste lag neben mir und ich
weiß nicht was sie dachte
jedenfalls schrak sie plötzlich auf und rief
der blitzableiter
ich schaute sie an wie es nachts der betende tut
er studiert sich selber; winkt sich näher ran und
fragt
wer bist du

das meer ist ein gähnendes zuhause
eine stille leere
frau g sitzt da
sie sitzt am strand und unterhält sich mit einem vogel
sie hängt an den gesprächen wie zechpreller an den getränken

das meer ist die nacht gewöhnt
sie lässt sich fallen und wird vom meer aufgehoben
vom meer und den sätzen die in frau g. wiederhallen
die machen dass man nicht vergisst
es ist ja noch alles da
man muss nur einfach danach greifen

marjana gaponenko

text:

Dong

Guten Morgen,

könnte man dem Leuchtturm noch ein T schenken?

10. Mai 2013 - 08:32

Bess

Mag ich.

„Es ist ja noch alles da, man muss nur danach greifen.“ Satz mit viel Hoffnung. Manchmal sind Arm und Finger nicht lang genug.

„dass man existiert ist der beste scherz“

Die Existenz – ein Witz? Ein Ausrutscher des Ernsthaften? Kleiner Scherz vom Gevatter?

10. Mai 2013 - 09:26

rittiner & gomez

@dong: machen wir gerne.

10. Mai 2013 - 09:30

Dong

10. Mai 2013 - 09:34

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