meer

meer aquarell

der junge hatte rote haare und eine brille. ich hatte ihn mehrmals am hafen gesehen. ich hatte das gefühl, das wasser stand ihm bis zum hals.
man sieht sich, beobachtet einander eine weile, bevor man sich wieder aus den augen verliert.
die schiffe lagen ruhig in sicherem abstand vom hafen. sie trauten uns nicht. ich konnte das verstehen.
nicht überall bietet es sich an, brücken zu schlagen. die schiffe wahren abstand vor dem land. der junge wahrt abstand vor mir, diejenigen, die sich die fantasie erlauben vor denen, die in ihrer vernunft ertrinken.

text:

reto

der erste mai im schwebezustand.

2. Mai 2013 - 11:37

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.