meer – pause

meer aquarell

wir schwimmen im kleinkarierten bedauern unserer ahnungslosigkeit. unser horizont ist nicht weit, aber immer begleitet vom rauschen ungebetener gedanken. einmal im jahr fahren wir ans meer, um sie zu ertränken. essen fisch und bespötteln unsere sparsamkeit. und wenn wir langsam anfangen, uns daran zu gewöhnen, dass etwas uns trägt, fahren wir wieder nach hause.

muetzenfalterin

text:

Bess

Wunderbar, ja! Dieser unverwechselbar melancholische Grundton!

Eine Herausforderung an mich, ob ich diese Sequenz auch positiv sehen könnte. Du erlaubst hoffentlich. Ich danke für die Anregung, denn das Lösen von der Melancholie fällt mir nicht leicht und ich übe mich länger schon darin.

Pause (nach einem Text von Elke Engelhardt)

Jeden Tag schwimmen wir im Kleinkarierten, halten unsere Ahnungslosigkeit aus. Unser Horizont ist nicht weit, aber immer begleitet vom Rauschen ungezählter Gedanken. Einmal im Jahr fahren wir ans Meer, um sie freizulassen. Legen sie in ein salziges Wehen, in die Wellen, in den Sand. Wir essen Fisch und gleiten durchs Wasser. Wenn wir langsam anfangen, uns daran zu gewöhnen, dass etwas uns trägt, sammeln wir die durchlüfteten, gewaschenen, lichtriechenden Gedanken ein und fahren nach Hause.

Mit luftigen Grüßen und der Erinnerung ans Meer im Herzen,
Bess

1. Oktober 2014 - 21:04

r&g

@bess: herzlichen dank.
wir mögen sie die melancholie, ob am meer oder zu hause.

2. Oktober 2014 - 13:54

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