meer – salzige sardellen

meer aquarell

ich habe ihn am meer kennen gelernt. an keinem anderen ort hätten seine dunklen augen so leuchten können für mich. nirgendwo sonst hätte er darüber gelacht, wie ich caballos sagte, während ich auf friedlich grasende pferde zeigte. auf dem weg zu einer kleinen bar, in der wir salzige sardellen aßen und kaffee dazu tranken.
und als ich wenige tage später im bus saß, mich mit jedem kilometer vom meer entfernte, wusste ich, wie er hieß, wo er studierte und wie er sein geld verdiente. ich wusste auch, dass ich ihn nie wiedersehen würde. das ich ihn nicht vergessen würde, wusste ich damals noch nicht.

muetzenfalterin

text:

Ulli

Bildausschnitte eines Films, der dem Drehbuch folgt, die dunkel leuchtenden Augen,das Meer, das zu mehr einlädt, die Tasse Kaffee später und dann der Bus, der sie mitnimmt, weg vom Meer und ihm. Erinnerungen sind ein Feld mit Fragezeichen.

danke euch und herzliche Grüsse
Ulli

12. November 2014 - 08:37

Sofasophia

Erinnerungsszenen, kleine Schnipsel nur, ganz wenig Anhaltspunkte braucht es, den Duft von Sardellen vielleicht und auf einmal ist alles wieder da.
Wunderbarer Text über das Wesen von Zusammenhängen!

12. November 2014 - 09:04

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.