meer

meer aquarell

sie hat angefangen und wieder aufgehört. sie war wie dieses boot, das man aufs meer hinaus geschickt hatte, und das sich nicht entscheiden konnte, ob es sich treiben lässt, irgendwohin. ins ungewisse, oder ob es versucht zurückzukehren. und das an dieser unentschiedenheit zerbrach.

oder es waren die toten, auch die eigenen toten, das was einmal ein selbst gewesen ist, jetzt aber nur noch ein totes stück holz, die ihr den weg versperrt, die sicht genommen haben, die dem boot die notwendige leichtigkeit geraubt haben, die es zum überleben benötigt hätte. zum heil bleiben.

muetzenfalterin

text:

Frau Blau

ein boot ohne mannschaft wird sich nicht entscheiden können, sie aber kann es, sie kann entscheiden, ob sie sich treiben lässt oder zurückkehrt, ob sie sich von den armen der toten in die tiefe ziehen lassen wird oder den kopf oben behält, wenn sie nur nah genug am ufer bleibt …

heil bleiben … wie heil sind wir, wenn wir geboren werden und ist es allein leichtigkeit, die uns heil werden oder bleiben lässt? während eines lebens werden wir verwundet, für mich zählt einzig wie wir mit den Verletzungen umgehen. was ist uns heilig? was gibt es, dass wir in freuden weiterleben?

ein text, der viel raum für eigenes lässt, der mich inspiriert- danke dafür

zu den bildern: bei der frau denke ich an eine passage aus hanns josef ortheils „liebesgeflüster“: die protagonistin schwimmt am morgen in einem pool, er sitzt auf einer nahe gelegenen bank und schaut ihr zu, sie kennen sich (noch) nicht …

herzliche grüße
ulli

13. November 2013 - 09:26

rittiner & gomez

@frau blau: wir treiben noch immer und danken schon mal.

13. November 2013 - 10:45

Dong

feine zeichnung…

13. November 2013 - 16:38

Dolphilia

Menschen sind wie Boote: immer auf der Suche irgendwo zu ankern.

15. November 2013 - 12:19

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.