meer

meer aquarell

ich verwechselte die richtungslosigkeit mit der neugier. das meer trieb mich voran. das meer trieb mir sämtliche gewissheiten aus. das meer war blau und größer als alles, was ich bisher gesehen hatte.
ich verlor mich und gewann die freiheit. der enge in mir setzte das meer beständig seine größe entgegen.
dann sahen wir seit monaten zum ersten mal wieder land. selbst die farben ändern sich, wenn das meer sich seinen rändern nähert. alles kehrte zurück; die geräusche einer landschaft, der geruch eines festen bodens unter den füßen, die gewissheit so frei wie das wasser kann ein mensch niemals sein.

text:

Holger Ehrlich

morgen geht es wieder ans Meer, beinahe jedenfalls, denn die Ostsee ist kein Meer.
das bild erinnert mich an Norderney.

30. Januar 2013 - 18:58

eukapirates

da ist sie ja wieder, die insel. im morgengrauen?

30. Januar 2013 - 20:07

r&g

@holger ehrlich. lassen sie einfach die ostsee ein meer sein.
wir wünschen auf alle fälle eine gute zeit.

30. Januar 2013 - 21:40

haushundhirschblog

Eine feinste Zusammenarbeit …

31. Januar 2013 - 18:50

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