menschen

comic

vielleicht sitzen wir fest, wissend, wie ungern man uns sieht,
unser flüchtiger blick ist zu flüchtig, wer uns sieht, sieht
doch immer nur sich.
kreisende tiere auf der umlaufbahn, selbst wir haben uns
im stich gelassen, tote die noch leben müssen, weil
sie darüber schweigen dass sie der tod nur erahnt.
flüchtlingsvolk ohne rippen, der hunger treibt uns irgendwohin,
dort spannt man die netze aus, dort legt man das herz in falten.
wir sind fische, wir haben nur gesichter, damit man uns besser vergessen kann,
wir verspäten uns schon, laufen ständig in die tiefe, was wir da suchen, erkennen wir erst, wenn wir es streifen.
wir sind fische, lacht über uns, aber fangt nicht an uns zu verbrennen, wir sind doch
nicht aus holz gemacht. nein, wir belagern uns schon selber genügend mit fragen. wie weit muss es kommen, dass wir sie wieder öffnen, die augen, die die tränen bewachen, die besten orte erkennen unsere gesichter nicht an. unser atem wird geraubt, wir verschwinden, fallen in den nächsten ort, der nicht einmal mehr sprungtücher bereit hält.
wie weit alles verkehrt geworden ist, das zittern erkennt es und möchte flüchten vor seinem eigenen verlangen aufgehoben zu werden.

text:

punk.t

wieder mal ein querer luftiger text als begleiter ins wochenende, danke. mein atem sei geraubt.

6. Mai 2011 - 18:34

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