märchenprinz

märchenprinz

märchenprinzen sind prinzenmärchen, steht in einem buch, das ich illustrieren soll.

text:

martin

die bildermacherinnen haben ja da eine heikle wortsituation wieder mal fantastisch rübergebracht!

14. Januar 2007 - 18:50

rittiner & gomez

zugegeben eigentlich ist es eine blechdose die wir auf die insel „schnuggelten“. mit einer blechzange hatten wir sie so hergerichtet, dass sie sich perfekt als als „campingkocher“ eignet.

14. Januar 2007 - 19:50

euka

jaja… schnief.

das heißt, daß es märchenprinzen nur im märchen gibt, nicht wahr? sonst wären es ja keine prinzenmärchen. das hat kürzlich schon mal einer behauptet. einer, den ich fast, aber nicht ganz zufällig traf. ist noch nicht lange her.

ich hätte schwörenkönnenschwörenkönnenschwörenkönnen, daß er ein märchenprinz ist, ich spür das nämlich, wenn einer ein märchenprinz ist, ja!, und als ich ihm das sagte, als ich sagte:

„oh! hallo! hallo märchenprinz! sehr erfreut“,

da sah er mich erstaunt, fast ein wenig ärgerlich an und erwiderte:

„prinz? märchenprinz? was soll das sein, die gibt’s ja nur in märchen. mich aber, mich gibt’s in wirklichkeit.“

wir wurden uns nicht recht einig darüber, was wirklichkeit genau ist, aber nach einer weile einigten wir uns darauf, daß sich das in der regel an den hüten entscheidet.

er deutete nämlich auf seinen: „siehst du“, erklärte er, inzwischen geduldig und nicht mehr verstimmt, denn er sah, daß ich mir wirklich mühe gab zu verstehen. „das ist ein…?“

„ein cowboyhut?“ versuchte ich.

„genau!“ jetzt war er zufrieden. er sei ein cowboy und also könne er gar kein märchenprinz sein und also sei ich bei unsrer ersten begegnung einem fundamentalen irrtum unterlegen. mein gefühl, meinte er, habe mich getäuscht. und überhaupt seien gefühle trügerische gesellen, das solle ich mir besser gleich ein für alle mal merken.

ich nickte natürlich, wenn auch ein wenig traurig.

nachts, als er sich schlafen legte, den kopf auf dem sattel, die füße lagerfeuernah, tagträumte ich noch ein wenig vor mich hin, melancholisch, wie nicht schwer zu erraten ist, und sah in die sterne. irgendwann begann der cowboy zu schnarchen, leise nur, aber doch so, daß ich kurz zu ihm hinübersah… und da… da sah ich…

unter dem cowboyhut trug der cowboy eine krone, eine kleine nur mit verbeulten zacken aus blech. neun stück waren es genau.

danach bin ich gleich und sofort und rundum zufrieden eingeschlafen. mit diesem märchen, dachte ich beim einschlummern, läßt es sich leben.

14. Januar 2007 - 20:10

mah

@rittiner & gomez: die tatsache, dass die insel ständig ihre form verändert, bleibt auch für ihre sprache nicht ohne folgen: da werden unerwartete verbindungen zwischen bedeutungen geknüpft oder neu entdeckt. von märchenprinz über prinzenmärchen zum campingkocher! nicht alles was scheint, ist gold. dafür aber umso nützlicher.

15. Januar 2007 - 07:19

traum - logbuch - isla volante

[…] auch piraten träumen, von cowboys und andere ungereimtheiten. […]

15. Januar 2007 - 08:21

rittiner & gomez

@mah: da können wir ihnen nur recht geben. dercampingkocher ist nützlicher.

15. Januar 2007 - 08:29

monoblog

die märchen von den prinzen, die im märchen zuerst ein frosch sind und geküsst werden müssen, damit sie märchenprinz werden – das sind prinzenmärchen. hüben wie drüben.

15. Januar 2007 - 17:58

traum - isla volante comic literatur kunstprojekt

[…] piraten träumen und schnarchen, von cowboys und andere ungereimtheiten. 4 […]

7. März 2012 - 11:49

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