kleine reise

comic, sequentielle kunst

ich traf dich oft im traum, während wir über das ufer stampften und den sand unter uns begruben. während wir ein haus nach dem anderen bauten und jedes haus sich ähnlich war, selbst in der art wie es verschwand.
was kümmerte uns die nacht, wir hellten uns mit fernen tränen auf, die auch in unserer abwesenheit wuchsen.
wir froren, weil wir nicht auf die idee kamen nicht zu frieren.
wir legten uns hin, wir redeten nichts und als wir doch etwas redeten, erwachte ich, kratzte mir den schmerz von den lippen und schlief wieder ein.

**
du sagtest, es käme dir alles so fremd vor, als würde dich jemand in der nacht begleiten, den du am morgen nicht mehr erkennst. ich sah dich an und wusste nicht was ich antworten soll.

**
im nächsten traum erwartete ich dich in unserem neuen haus, ich hatte kuchen auf die fensterbank gelegt, ich hatte auf dich gewartet.
ich sah dich aus der ferne ins haar fassen, ich sah, dass du eine von denen bist, die sich immer daran erinnert, dass man alles was man erkennen kann, vergessen wird.
dass wir teilnehmen, nur teilnehmen an einen traum, der uns in die nacht schickt, der bestimmt, wohin wir gehen. im traum haben wir immer nur eine zukunft und die heißt erwachen, dass uns das müde macht, mit der zeit, dass wir es satt haben, weil wir uns immer ähnlicher werden ohne uns daran zu erinnern, dass wir vergebens warten, dass uns wenigstens die nacht bleibt, während wir im denken verschwinden, ich alleine erwache, und mir einen sandhügel aufs brot schmiere.

text:

DongDong

Das sind ganz wunderbare Bilder und im nächsten Leben werde ich als erstes, die dass und das Regel lernen, dann werden auch die Texte noch

20. Mai 2011 - 15:54

p.unkt

@ dong: ich gebe zu bedenken, dass das „dass“ in der fülle des lesespasses mittlerweile unwichtig geworden ist.

20. Mai 2011 - 21:16

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.