ratur am meer

ratur aquarell

ratur gelangte ans meer. das wiegte sich auf der einen seite dem horizont entgegen – und auf der anderen, gerade dort, wo raturs zehenspitzen verweilten, rollte es schneckenhäuschen den sand hinauf, nahm sie in britzelndem schäumen wieder mit, aus dem sie sich verloren und liegen blieben. um sie sogleich mit dem nächsten anlanden wieder leise klirrend den strand hinauf zu rollen.
ratur schloss die augen, lauschte und grub seine zehen in den sand.

sequenz 1 von 48 der serie ratur lites

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ratur mit geschlossenen augen

ratur sequenzen aus dem alltag

dass ratur mit geschlossenen augen … dass er stand … eigentlich tat es nichts zur sache.
einen seiner sinne hatte er aus dem spiel genommen, dem zusammenspiel, der … harmonie, ging es im durch den sinn. derweil sein sinnen sich in die vorübergehende geborgenheit einer sich neu findenden balance fügte – mit ratur lites haltlosem lauschen im immer wieder anlandenden wellenschlag zu seinen füßen.

sequenz 2 von 48 der serie ratur lites

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ratur sieht meer

ratur aquarell

ratur sah, sah bilder, bilder vom meer, dem meer hinter seinen lidern. sein sehen, um gefällige beachtung heischend, warf sich ins erkennen, tauchte ab ins erinnern und tauchte auf, an der rückseite des mondes, luft zu holen. als ob es, einmal dem dunkel hinter geschlossenen lidern ergeben, nie wieder auftauchen könnte, projizierte es bilder eines meeres, das sich aus seinen verbliebenen sinnen neu schöpfte. der mit jeder anlandenden welle wechsel von nässe und kühle auf seinem fußrücken, der sacht nachgebende halt des sandes unter den fußsohlen, der ruf einer möwe, die salzige luft, der wind in seinem haar.

sequenz 3 von 48 der serie ratur lites

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mal ist es weit, mal ist es fern

ratur aquarell

noch immer stand ratur am strand, die augen geschlossen. hatte den kopf gesenkt, versunken in den gedanken, dass eines fehlte, jetzt, wo er dem meer lauschte und den projektionen nachsann, die sein sehen auf die innenseite seiner lider warf: die weite. sein meer, nicht das meer, wurde ihm bewusst, beschränkte sich auf das kleine zerbrechliche erleben ratur lites, verloren mit dem augenblick, da er die augen wieder öffnen würde. schon wäre es fern, sein meer, und das meer vor ihm wäre weit wie gewohnt und gewohnt weit. weit und breit gewohntes.

bewohntes, ging es ihm durch den sinn.

sequenz 4 von 48 der serie ratur lites

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bewohntes gewohntes

ratur aquarell comic

dort ist das meer und hier ist der sand, dort eine wolke und drüben wird land … sein, eine insel, das sind wellen und dort fliegt ein vogel, möwe, mööö-weee. ratur hatte die augen geöffnet. im rücken, das war die insel, das im haar war der wind – sein sehen sog sich voll in gierigen zügen, sein hirn fand zur balance eines gewohntes sehenden, gewohntes, darin sinn wohnte.
sinn, dachte ratur, das ist auch nur so eine art zusammenhalt, wie es ihn zwischen den wellen gibt, dass das meer nicht auseinander fällt in wasser mit fischen darin und meeresgrund mit fischen darüber und schiffswracks darauf, in rauschen und salzige luft.
guten tag!
eine zierliche gestalt schlenderte den wellensaum entlang auf ihn zu. eine frau in den achtzigern …

sequenz 5 von 48 der serie ratur lites

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frau am meer

ratur aquarell

ratur atmete tief ein.

guten tag!

… atmete er aus und öffnete sich der begegnung mit der fremden. sie war barfuß. eigentlich nichts ungewöhnliches für einen menschen, der strand und wellensaum abschritt, doch für eine frau in den achtzigern … ratur fragte sich, ob ihm je eine frau dieses alters am strand aufgefallen war. nein.
der wind verfing sich in ihrem ergrauten, lockigen haar, legte das mit den jahren erblasste kobaltblaue kleid um ihre zierliche, schlanke gestalt und ließ die weißen punkte darauf tanzen.

sequenz 6 von 48 der serie ratur lites

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lächeln wie auflandiger wind

ratur tirfft eine frau am meer - aquarell

es kam wie von see her, wie der wind, von irgendwo hinter dem horizont, der aufsteigenden wärme des landes gleich, folgte es raturs lächeln nach. verlieh dem wässrigen blau ihrer augen einen blick, in dem man verweilen mochte. doch noch bevor raturs blick sich aus diesem lächeln löste, verlor der ihre sich in faszinierender haltlosigkeit. noch immer lächelte sie. irgend… ratur war sich nicht sicher, dass es ihm galt. irgend, kam es ratur in den sinn. irgendwo, irgendwohin, irgendwem. irgend, präfix vor indefinitem, wie das meer vor ihm morphologische sinnbildung der blick dieser frau und die leere darin, in der das meer sich spiegelte mit dem himmel darüber.

sequenz 7 von 48 der serie ratur lites

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