warum

skizze zeichnung sequenz

warum sind nicht alle so wie wir

wir fließen ineinander
gehen in die spazierstöcke
gehvögel sitzen herum
sie schweigen
sie haben keine hände
hätten sie welche sie dächten
merkwürdig dass die oliven wenn sie vom baum aufs feld fallen
immer aussehen als hätten sie die geduld verloren

es fließt weiter in uns
wir finden geschmack daran uns zu erinnern
dass wir keine vergiftete welt wollen
die luft schmeckt jeden
weil die welt ohne die anderen nicht schmecken kann

wir
die wir niemand sind
wir sind wer
wir waren es immer

die
die alle wecken wollen
um zu sehen
wie andere sterben
die
waren niemals wir
die erkennen wir nicht mal wenn wir an ihnen sterben

wir
das sind die augen der frau die im schlaf
die toten von srebrenica wecken will
die
die augen öffnet und sieht
das vergessen kann nicht verschwinden

beim verlassen öffnest du die türe
die menschheit sagst du
ist mehr als eine dumme karikatur
wir
die wir niemanden finden
der in der nacht ausschau hält
wir
die wir ahnen
dass es das flüstern gibt das in der welt ist und sich fragt
wie vielfältig ist der schrei
wie eintönig das schweigen dagegen

text:

punk.t

nach einer siebenstündigen bergtour dieses gedicht. so ein spannender tag!

25. September 2012 - 17:06

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.