zu hause und zuhause

ratur aquarell

ein schöner tag!

ratur eröffnete. sie lächelte. senkte die lider, schlug sie auf und suchte. ja, ihr blick suchte.
tastete raturs gesichtszüge entlang. ob es halt war, den ihr blick dort suchte, die eigene leere zu füllen? mit vertrautem, mit erinnern, mit vermeintlich vernachlässigbarer selbstverständlichkeit. gerade so, wie vor wenigen augenblicken raturs blick von vertrautem und mit sinn bewohntem geflutet worden war, als er seine augen nach einer weile blicklosen lauschens und spürens wieder geöffnet hatte. nicht ein fitzelchen davon in ihren augen.

leben sie hier?

sie lächelte.

wo ist ihr zuhause?

ein schöner tag, ja.

leise kam diese erwiderung, so leise und von irgendwo her ließ sie raturs frage dem wind, der sie mitnahm, mit ihrem lächeln, landeinwärts, wo beide hinter dem deich verschollen gingen.

und: niemand zu hause.

navigation der serie
sequenz 8 von 48 der serie ratur lites

text:

reto

jeden montag eine freude.

21. März 2016 - 11:30

Dolphilia

Auf der ewigen Suche nach Ankerplätzen verlieren wir uns im Meer das uns Insel zugleich ist. Stürme in Wassergläsern und Erinnerungstropfen am Glashorizont.
Wir sind Inseln. Immer. Und Meer.

21. März 2016 - 12:19

Bess

Und manchen Menschen bleiben im Alter nur Inseln, kleine Zeiten- und Gedächtnisinselchen.

21. März 2016 - 23:12

graugans

augenwasserbebilderte geheimnisse

29. März 2016 - 15:45

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