Elsa wartet auf die Fähre, die sie zurück auf die Insel bringt.
Schnell noch einen Brief schreiben bevor sie wieder zu Hause ist.
Jetzt wird sie regelrecht ungeduldig, wo die Reise zu Ende geht.
Ein Unbekannter redet ohne Unterbruch auf sie ein, sie versteht kein Wort, was ihn aber nicht hindert seinen Redeschwall fortzusetzen.
Sie denkt an die Kellnerin, die sie am Beginn ihrer Reise traf.
Hat sie geheiratet oder doch nicht?
Und wen ja mit wem?
Soll sie das Restaurant nochmals besuchen?
Besser wohl nicht.
Ihr Sitznachbar hat auf alle Fälle auch viel zu erzählen. Er habe schon die ganze Welt bereist. Wo kann er jetzt also noch hin?
Elsa kann ihm nicht helfen, sie will nur so schnell wie möglich zurück auf die Insel.
Die Gedanken können kaum folgen, Elsa döst vor sich hin und der Zug rast durch die Landschaft.
Billetkontrolle!
Die Kontaktaufnahmen ihres Sitznachbarn scheitern alle.
Ein Paar setzt sich zu ihnen und sie will das er sich ein Kaffee holt, er will keinen Kaffee. Sie hätte aber gerne einen Tee. Er will immer noch kein Kaffee.
Wenn Elsa so weiterreist, kommt sie nie nach Hause. Sie ist auf Schleuderkurs.
Dabei müsste sie nur den Fahrplan lesen und nicht einfach in irgendeinen Zug einsteigen.
Aber irgendwann wird sie es schon begreifen.
Die Kaffeezeichnung auf ihrem Tischset ist jetzt fertig, denn der Kaffee ist alle.
Am Nebentisch werden interessante Gespräche geführt. Einer redet sich regelrecht in Rage, weil sein Lieblingsfussballer sich anscheinend nicht so ins Zeug gelegt hat, wie er es erwartet hat. In seinem Beruf könnte er sich das nicht erlauben, aber die seien eben … er ist nicht zu beruhigen. Dabei hat seine Mannschaft ja gewonnen. Aber er hätte Torschützenkönig werden können. Nein, nächste Saison wird er hoffentlich …
Der Ton des Beatbox
Achtung!
Für allfällige Schäden irgendwelcher Art, die durch das Hören der Audiodatei entstehen können, wird jede Haftung abgelehnt.
Elsa entschliesst sich, die Reise abzubrechen.
Stellt jetzt aber fest, dass ihre Reiseroute nach Hause gar nicht so einfach wird, da sie sich hier im Niemandsland befindet.
Anscheinend wollen hier alle weg, der Bahnsteig ist total überfüllt.
Hoffentlich bekommt sie noch einen Platz im Zug.
Der Zug, den sie nehmen will, hält dann gar nicht an, da er schon zu überfüllt sei.
Ein Ersatzzug wird angekündigt und der fährt auch durch.
Zum Glück verlassen dann viele entmutigt den Bahnsteig und im dritten Zug findet sie dann einen Platz.
Elsa muss sich nicht fürchten. Unglaubwürdigkeit ist immer das Problem der anderen. Erzähl, was herausmuss. Und wirf dem Pianospieler einen Gnadenfranken ins Glas. So wie der spielt, muss er Hunger haben.
Die Bilanz ihrer Reise fällt schlecht aus, sie ist ihrem Ziel keinen Schritt näher gekommen und hat auch keine Ahnung wie sie es erreichen kann.
Vermutlich ist sie einem Hirngespinst aufgesessen, sie wagte es ja bisher auch niemandem davon zu erzählen. Sie weiss es ja, ihre Geschichte ist total unglaubwürdig.
Immerhin die Reise selber konnte sie bis jetzt geniessen.
Die Musik in der Bar, scheint in der Endlosschlaufe zu stecken wie sie selber.
Durch Schluchten, und Täler, über Berge und Brücken und das mit endlos vielen Kurven. Elsa schafft es kaum aus dem Zug. Ihr Magen fährt immer noch Zug und ihr Kopf dreht sich im Kreis.