gipfel

graphic novel von katharina vasces und dem kobboi - kaffee und gipeli

der kobboi hat es tatsächlich geschafft.
frische gipeli und kaffee, und alles ist gut.
war doch gar nicht so schwer, aber dass er jahre vergingen, vom ersten gedanken, bis zur ausführeung, dass verschwieg er.
katharina vasces muss, das buch für eine weile weglegen.

text:

nur meer

graphic novel von katharina vasces und dem kobboi - auf das meer hinaus

meer, meer, meer…
katharina vasces ist vertieft in den roman „die kleine stadt“ von heinrich mann, genau das richtige kontrastprogramm.
der kobboi versucht einen blätterteig herzustellen.
kaffee und gipfeli, das wär doch was.

text:

etwas mit pflaumen

milla cremeso - bild zu text von ludwig jannsen

dem paar fiel auf, dass sich zwischen millas augenbrauen eine falte aufwarf und sie sich mit beiden händen übers gesicht fuhr, als könne sie diesen ihre aufmerksamkeit störenden gedanken fortwaschen.

„sind sie müde?“

„nein, ist schon gut, nichts …“

vergeblich hatte milla auf die ihr vertrauten bilder von früchten und aromen gehofft, die sich ihr bei derlei gesprächen zu einer ersten idee für eine dem paar und seiner liebe entsprechenden torte fügten.

„was halten sie von pflaume?“

„pflaume?“

„der geschmack von pflaumen. als zentrales thema. um diesen geschmack, dieses thema ließe sich eine torte aufbauen und …“

„ich weiß nicht“, fiel die junge frau ihr ins wort, „was pflaumen mit uns beiden zu tun haben sollten.“

„liebes“, der junge mann legte den arm um ihre schultern, „lassen wir uns doch überraschen. frau cremeso ist die tortenfee und wird schon wissen, warum sie bei uns an pflaumen denkt.“

„wir sind doch keine pflaumen!“

hart wie ein stein fiel die junge frau aus der romantischen stimmung, löste ihre hand aus der des mannes.

milla zweifelte. stützte die handflächen auf den tisch und erhob sich von ihrem stuhl.

„ich bin mir selbst nicht so sicher, doch habe ich da so eine idee, die ich noch weder in worte fassen, noch zu einer torte werden lassen kann. geben sie mir bitte etwas zeit.“

das paar war ebenfalls aufgestanden und wandte sich zum gehen.

„abgemacht!“ der mann ergriff die hand, die milla ihm bot und half dann seiner zukünftigen verlobten in den mantel, öffnete die ladentür: „so machen wir das! ich bin schon gespannt, was für eine torte sie für uns machen werden. gibt es …“

„ja“, milla lächelte, „eine kostprobe gehört selbstverständlich dazu. ich melde mich bei ihnen. für wann, sagten sie, haben sie die feier geplant?“

„in vier wochen ist es soweit. dann reisen ihre eltern an, um meine kennenzulernen.“

„bis dahin werden wir schon eine passende torte gefunden haben, auf wiedersehen!“

„auf wiedersehen!“

leise schob milla die ladentür ins schloss. noch von draußen hörte sie die junge frau:

„pflaumen, wir sind doch keine pflaumen …“

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auf das meer

graphic novel von katharina vasces und dem kobboi - bootstour

raus auf das meer hilft fast immer.
das boot bewegt sich nur langsam durch die endlosen wassermassen.
die insel ist am horizont verschwunden.
möwen ziehen vorbei.

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ein junges paar

comix

millas geschäft lief in der tat gut. täglich kamen kunden in ihre pâtisserie, wählten von den ausgestellten köstlichkeiten oder bestellten ausgefallene torten für ihre feste. heute abend saß milla einem jungen paar gegenüber, das sich zu verloben plante und ein fest ausrichten wollte. sie hatten von millas hochzeitstorten gehört und verliebt, wie sie waren, wollten sie ihre verlobung mit einer torte zelebriert wissen, die ihrer liebe von jenem zauber mit auf den weg geben sollte, wie er nur den torten milla cremesos innewohnte.

ein entzückendes pärchen. beide blutjung, voller zuversicht und einander von herzen zugetan. milla wusste ein gespräch zu lenken und virtuelle räume zu öffnen, in die sie ihr gegenüber einlud und von sich auszubreiten ermunterte. der junge mann ihr gegenüber entwarf in blumigen worten das bild, das er von seiner angebeteten hatte. und sie – ihre blicke hingen an seinen lippen, fuhren seine gesichtszüge entlang, während sie ihm lauschte. dann wieder, als hätte ein stichwort ihre aufmerksamkeit aufgeschreckt wie eine schar rebhühner, fiel sie ihm ins wort und warf, einem spiegel gleich, ein jedes zärtliche wort, jedes kompliment zurück auf ihn und ließ ihn erstrahlen. nun war er es, der, den kopf zur seite gelegt und seine hand in der ihren, ihr zuhörte und sie betrachtete, als sähe er sie neu, zum ersten mal und als wolle er ihr bild auf ewig in sein erinnern schließen.

die beiden genügten einander. ein um einander kreisendes doppelgestirn, dessen welt sich in willig folgenden planeten um sie drehte oder fern war wie sterne, deren präsenz durch unendliche weite, nacht und nichts in so weite ferne gerückt war, das selbst die riesen unter ihnen sich in flickerndem blinken verloren.

tarik. was hielt den jungen davon ab, gemeinsam mit ihr „seine“ torte entstehen zu lassen?

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ausgefüllt

graphic novel von katharina vasces und dem kobboi - ein erfülltes leben

was sie tun wollen, wissen sie immer noch nicht, aber irgendwie scheinen ihre tage nun wieder ausgefüllt.

begleitet vom rhythmus der brandung und dem gekreische der möven, blicken sie hinaus auf das meer.

text:

so

graphic novel von katharina vasces und dem kobboi - hinaus auf das meer

das wetter ist heute unterhaltung genung, katharina vasces sortiert zum wiederholten mal, die teegläser.

der kobboi ist unterwegs.

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fest entschlossen

graphic novel von katharina vasces und dem kobboi - freiräume

jetzt ist sie fest entschlossen, sie lässt es bleiben.
so kann sie mit voller hingabe nichts tun.
der kobboi eifert ihr nach.

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nieselregen

graphic novel von katharina vasces und dem kobboi - es bleibt immer noch vieles offen

immerhin ist sie schon mal vor der türe, das wetter hat sich für nieselregen entschieden. katharina vasces ist noch unschlüssig.

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zum glück nur fast

fast, aber zum glück nicht alles, ist möglich.
katharina freut sich auf den freien tag.
der kobboi ist am zubereiten, des kaffees.

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