die kunst

georg baselitz

ist kunst die flüchtigen töne die aus der ferne erklingen oder ist kunst einfach alles auf den kopf zu stellen. irgendwie beschleicht die volanterinnen das gefühl, dass das mit der kunst ihnen unbekannt und fremd bleibt.

immerhin unternimmt die insel ja seit jahren alles um die insel kunststoff frei zu halten. bio und natürlichkeit ist angesagt und nicht alles mit künstlichen zusatzstoffen zu verfälschen. könnte gerade in diesen dingen der kunst stecken?

auf alle fälle überraschte es uns, dass der letzte beitrag zu dieser frage, aus dem jahre 1997 stammt.

was ist Kunst?

museum für gestalltung basel 1997

Kunst ist – was? – Die Frage scheint antiquiert, denn inzwischen hat man sich daran gewöhnt, alles mögliche und unmögliche unter Kunst zu verstehen – zumal dann, wenn es im dafür vorgesehenen Rahmen erscheint, auf einer Kunstmesse ausgestellt oder in Galerien gezeigt wird. Irgendwann einmal ist es üblich geworden, die Frage, was Kunst sei, besser nicht zu stellen, weil schon das gegen einen verwendet werden kann: Wer so fragt, ist bestenfalls ahnungslos. Dennoch provoziert die aktuelle Kunst gerade diese Frage beharrlich – so hat es wenigstens den Anschein. Antworten darauf freilich erwartet niemand mehr im Ernst. Auf die Frage allerdings gar nicht einzugehen, ist auch nicht einzusehen. Darum hat auch noch der hässlichste Skandal, der die Kunst im öffentlichen Raum mit schöner Regelmässigkeit begleitet, mindestens ein Gutes: an diese Fragestellung zu erinnern. Nicht dass nicht über Kunst geredet würde, es wird vielmehr viel gesagt, und zwar ebenso vielsagend wie vieldeutig und in einem Masse, als ob die veröffentlichte Meinung über Kunst die Hauptsache dabei wäre. Kunst ist – das ist im Medienzeitalter unstrittig – vor allem anderen: vermittelte Kunst. Durchaus folgerichtig ist auch inzwischen der Diskurs über Kunst beinahe zu einer neuen Disziplin der Kunst geworden. Ob aber die Interviews mit Museumsdirektoren, die Statements von Ausstellungsmachern, die TV-Präsentationen in Kulturmagazinen, die Selbstdarstellungen in der Talkshow, die Meinung des Feuilletons oder die Verdikte von Vernissage-Unterhaltungen die Ausgangsfrage ‚Was ist Kunst?‘ beantworten – und wie sie das tun – , das ist in der Ausstellung zu sehen. Zu sehen ist es in der Form, in der Kunst meist zu sehen ist: nämlich medial vermittelt und in aller Regel abgelöst von der konkreten Substanz des Kunstwerks. In der Ausstellung wird also keine Kunst gezeigt. Dafür wird die Ausstellung in einer Kunstgalerie gezeigt. Macht sie das zu einer Kunstausstellung?

quelle: museum für gestaltung basel

text:

Roger

Wieso wird Kunst hauptsächlich als ein handwerkliches Geschick und selten als geistiger Intellekt angesehen?
Von der Kunst zu schreiben mal abgesehen.

16. Oktober 2009 - 11:03

rittiner & gomez

@roger: geschrieben wird ja auch mit den händen und es gibt ja wunderschöne schriftbilder.

16. Oktober 2009 - 12:00

rittiner & gomez

nur wir wissen echt absolut nicht was kunst ist, obwohl wir in unseren arbeiten alles versuchen, künstliches zu vermeiden.

16. Oktober 2009 - 12:07

reto

der bibliothekar jeremias d. l. baumwolle ist ja ach in die suche involviert, oder?

16. Oktober 2009 - 12:33

rittiner & gomez

@reto und roger: wir geben beiden recht, der jeremias ist tatsächlich intensiv am suchen und sehr gut möglich, dass alles eine sache des geistes ist.

16. Oktober 2009 - 12:35

schnee - spiez – einblicke ausblicke ansichten einsichten

[…] ist weder eine eierschale noch kunststoff, sondern ganz normaler […]

22. November 2009 - 08:59

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