ins leere?

ratur aquarell

da waren der klang eines fernen saxophons, das meer, wind, wellenschlag, das klirren von resten mit anlandender see rollender schneckenhäuschen, der himmel. mit seinem blau, in das hinein sie gelaufen war. das blau, vor dem ihre ergrauten locken sich warfen mit dem wind, in ihr gesicht, die salzige luft. wärmend legte sich das licht der mittlerweile tief stehenden sonne hinein und verlor sich mit jedem schritt weiter, den sie gezogen wurde und entfernte.

da war ratur lite, der ihr nach schaute.

ratur bemerkte, wie auch ihr stolpern sich verlor. wie seine ihm für augenblicke vertraute den schritt ihrer jungen begleiterin anzunehmen suchte. in sich gesunken. kein blick zurück. hängende schultern. keine spur der nahezu jugendlichen spannung, mit der sie in sein leben getreten war.

er sah sich aufspringen, dem ungleichen paar nachlaufen, spürte seine hand die ihre ergreifen und hörte sich komm, lass uns heimgehen sagen, und: wir gehen beide mit ihr. das alles jedoch wie hinter geschlossenen lidern, die hände in den sand gestützt und die ohren dem mit dem meeresrauschen anlandenden schweigen auf antwort zugewandt.

ratur erhob sich, klopfte an seinen hosenbeinen den sand von den händen und wandte sich dem deich zu.

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text:

Bess

manche trauer macht bleischwer.

23. Mai 2016 - 20:50

graugans

welch ein herzwarmer text, dicht und wahrhaftig! ich möchte an diese augenblicke glauben, in denen sich ein ganzes leben abspielen kann, eins, das es vorher und nachher nicht gibt…mit zeit, die sich bis in die unendlichkeit dehnt. sehr interessante bilder, geheimnisvoll das obere links, ich hoffe ja, daß da die bildermacher nochmal genauer hinsehen können, da scheint was zu verschnecken…

24. Mai 2016 - 21:20

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