ist nicht die idee an sich etwas zweidimensionales?

ratur aquarell

das weiß ich nicht.

das leuchten in den augen des katers verging.

ich weiß nur, dass ich, wenn ich imaginiere, etwas vergegenwärtige, mir oder auch dir oder einem anderen, dass ich dann jenen windhauch gegenwart erschaffe, der durch uns hindurchweht und von dem wir sagen, dass wir ihn erleben.

du erschaffst gegenwart, indem du eine idee erschaffst?

gerade so, wie du die frau im blauen kleid im widerschein deines fensters wahrzunehmen in der lage – und als wahr anzunehmen bereit warst, ratur. doch eröffne ich lediglich. kaum angelangt im gegenüber, gewinnt die idee raum, nimmt raum ein, wie das meer es macht, wenn es am ende der ebbe vom horizont her zurückkehrt mit der flut. mit der flut und dem in ihren wassern gelösten salz darin. auch mit dem, was dir soeben noch gewissheit war und sich dann verlor. und raum ist dreidimensional.

was ist mit … mir, mir selbst?

du, ratur?

ja.

du bist gegenwärtig, ratur.

im hier und jetzt?

nicht im hier allein, ratur, nicht im jetzt allein bist du, wirst du.

hm? ich verstehe nicht.

das glaube ich dir, dass dir das zu verstehen nicht leicht fällt. komm, ich vergegenwärtige dich. ich zeige dir, wie es dich imaginiert. nicht hier, nicht jetzt, doch du wirst dich erstehen sehen und erkennen, dass du bist. du wirst, ein wenig hier und doch mehr woanders, ein wenig jetzt und doch mehr im vergangenen, entstehen. aus dem nichts, einer idee.

kater!

sieh her, ratur:

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text:

reto

bin begeistert!

11. Oktober 2016 - 19:43

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