meer – durchsichtig

meer aquarell

ich verlaufe mich in mir selbst bis die zeit mich frisst. mich über bekommt und ausspuckt. wir bestiegen ein schiff. das ufer entfernte sich. das schiff war groß. das meer war größer. naturgemäß stand über allem der himmel. manches wurde durchsichtig auf dieser reise. bereit jederzeit die farbe des himmels anzunehmen. vieles hörte auf eine bedeutung zu haben. die möwen verfolgten uns eine zeitlang. dann waren wir allein. mit dem rauschen, den wellen, der nacht. ich stand an der reling und sah so allerlei. ich sah mein leben verschwinden. durchsichtig werden, ohne an undeutlichkeit zu verlieren. die welle brach sich am bug und trieb uns weiter hinaus.

muetzenfalterin

text:

muetzenfalterin

merkwürdig, ich dachte den text hätte ich geschrieben ;-)…

31. Juli 2013 - 11:59

rittiner & gomez

@muetzenfalterin: da haben sie absolut recht.

31. Juli 2013 - 12:46

eukapirates

ich verlaufe mich auch ständig. in mir selbst. im haus. im wald. in der stadt. nur, das habe ich erst kürzlich wieder festgestellt und finde es immer wieder sehr beruhigend, nur in der liebe nicht. 🙂

1. August 2013 - 16:14

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