postkarte nr.8

miraflores

Liebe Tante,

Ich wende mich an Dich mit der Bitte, mich wissen zu lassen, was Mutter daran hindert, mir zu schreiben. Sie antwortet nicht auf meine Briefe. Ich mache mir Sorgen und befinde mich zur Zeit in Miraflores. Eine verregnete Stadt ist dies und feucht. Tritt man vor die Tür, steht man bis zu den Knöcheln im Wasser und ruiniert sich die Schuhe. Ausserdem ist man im Nu klatschnass, was es gänzlich unmöglich macht, vor den Frauen der Stadt eine gute Falle zu machen. Bitte erzähle Mama nicht, wie ungehalten mich ihr Schweigen macht.

Ich stehe im Regen,
Dein Neffe

text:

ksklein

trägt man dort bei diesem wetter denn schuhe?

30. Mai 2007 - 08:31

mah

diese möglichkeit ist mir gar nicht in den sinn gekommen! das kommt davon, wenn man als fremder an seinen eitlen gewohnheiten festhält…

30. Mai 2007 - 08:38

marea

die schuhhändlerinnen wird es freuen.

30. Mai 2007 - 09:23

HerrK

sehr schön, peru. erinnert mich an le grand bleu. sprich schuhe und warme kleider fassen, berg hinauf und danach wieder runter ins amazonasbecken und all das nasse wetter wird auf ewig vergessen…
(bin ein bisschen neidisch)

und ist es dort nicht eher trocken? so trocken, dass der regen ein mehr als willkommen gast ist?

30. Mai 2007 - 20:30

monoblog

manchmal fällt einem einfach nichts zum schreiben ein, oder es ist zu kompliziert, oder man traut sich nicht – seiner mutter geht es wohl auch so..?

30. Mai 2007 - 21:39

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