herr entrometido

bahnlinie

eigentlich sollte die ganze aktion ganz ohne aufsehen vonstatten gehen. jetzt, fühlt sich herr entrometido von allen menschen auf der insel beobachtet.

an der bahnstrecke hatte herr entrometido kurz geglaubt, am ziel zu sein. ein mann kam auf ihn zu. der empfänger des aktenkoffers? aber der mann ging wortlos an ihm vorbei, streifte ihn nur kurz, als er über einen stein stolperte, murmelte eine entschuldigung und war schon wieder verschwunden.
zurück in der pension, in die er vor zwei tagen gezogen ist, um der neugier seiner frau zu entgehen, entdeckt herr entrometido einen gefalteten zettel in seiner jackentasche.
iris

herr entrometido, macht sich echt sorgen, ob er nicht die kontrolle verliert.

herr entrometido, hat die sache ja in wirklichkeit schon längst erledigt. war ja auch ganz harmlos. aus den reaktionen in seiner umgebung, entschloss er sich, die aktentasche weiter zu tragen. bisher glaubte er ja, dass er kaum wahrgenommen wurde, jetzt drehen sich alle, bemüht unauffällig, nach ihm um und jede ist interessiert, wie er geschlafen hätte, wie es ihm gehe, ob er nicht überlastet sei und und…
herr entrometido will bis auf weiteres, allen gerüchten, möglichst nahrung geben, denn er plant eine reise auf das festland und alle würden glauben er sei in dieser sache unterwegs…

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text:

reto

hoffentlich nimmt das ein gutes ende.

29. Oktober 2015 - 15:35

rittiner & gomez

@reto: wer weiss?

29. Oktober 2015 - 19:32

punk.t

@reto: bestimmt; klar, dass hector, der lector, bemüht ist, alle kommas, die da sind, gerecht zu verteilen.

29. Oktober 2015 - 21:08

Bess

Mag er die Aufmerksamkeit und Zuwendung genießen! Ich gönn es ihm.
Aber beachte: Wir Medienzeitkinder hängen nicht lang an einem Geheimnis oder einer Katastrophe. Wir wollen zur Tagesschauzeit die nächsten Aktenmappen und Verletzten in Farbe auf den Abendbrottisch kriegen.

29. Oktober 2015 - 22:17

Iris

@Bess: Ist das so? „Wir“ Medienzeitkinder lieben auch Serien …

Vielleicht spitzt sich die Geschichte bald zu? Oder verläuft im Sand? Vielleicht kehrt sie wieder? Nimmt neue unerwartete Wendungen? Vielleicht entfaltetet sie sich Schicht für Schicht in immer neue Geheimnisse? Oder verschweigt sich auf immer?

Möglicherweise findet demnächst auch Frau Entrometido einen kleinen gefalteten Zettel in ihrer Tasche.

30. Oktober 2015 - 10:41

Bess

Liebe Iris, alle deinen Fortgangsvorschlägen stimme ich zu!

Meine Warnung ist nur an Herrn E. gerichtet, weil er die Aufmerksamkeit und das Wahrnehmen seiner Person und das Wertschätzen so genießt, dass er selbst ein mögliches Geheimnis verlängert.
Ihm sage ich, dass die Aufmerksamkeit der Menschen sich schnell anderem zuwendet.
Aber wer weiß, auf einer Insel mit einem Leuchtturm ist es vielleicht ganz anders? Haben die Stunden mehr Minuten und das Leben mehr Tage? Und überhaupt, mit den Medien mag es dort anders aussehen. Die Zeitung kommt mit einem Tag Verspätung mit dem Boot. Einen Fernseher hat nur der Arzt. Und Smartphones oder Laptops, das bringen nur Reisende für kurze Zeit mit?

30. Oktober 2015 - 11:27

Iris

Liebe Bess, ja!
(Meine Erwiderung war nicht als Contra gedacht, sondern einfach als Ergänzung. Aufnahme eines Fadens und Weiterspinnen … 🙂 Das geht so schön hier auf der Insel.)

30. Oktober 2015 - 11:51

gomez

…einfach wunderbar….

30. Oktober 2015 - 16:35

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