Die Vorstellung ein Land zu erfinden, das es nicht gibt, ist ja so was von faszinierend, dass die Volanter*innen das selbstverständlich mit einer Postkarte feiern müssen.
Der Schotte Gregor MacGregor zählt zu den dreistesten Hochstaplern der Geschichte. In den 1820er-Jahren verkaufte er (sehr erfolgreich!) Staatsanleihen und Grundstücke eines Landes, das es gar nicht gab: Poyais an der Miskitoküste im heutigen Honduras.
Viele Auswanderwillige verloren nicht nur jede Menge Geld, für einige endete die Geschichte auch tödlich. Denn die fast 300 Siedlerinnen und Siedler landeten nicht wie versprochen in der Hauptstadt St. Joseph, sondern im Dschungel, mit zu wenig Lebensmitteln, aber umgeben von jeder Menge Mücken, die Gelbfieber übertrugen.
Postkartengrüsse der Isla Volante. Der Leuchtturm, das meist fotografierte Objekt der Insel.
Diese Postkarte geht als Antwortkarte für eine wunderbare Postsendung, die den Leuchtturm diese Woche erreichte.
Das Bild entspricht zurzeit, nicht der Realität, es stürmt und regnet schon den ganzen Tag. Richtiges Inselwetter.
Ein Tag, um hinter der Kaffeetasse sitzen zu bleiben. Ein Sturm fegt über die Insel. Der Wind rüttelt und pfeift mit aller Kraft am Leuchtturm.
Das Sand-Salzwasser-Gemisch, das einem mit über 100 km/h entgegenkommt, wäre ein perfektes Hautpeeling. Aber sicherer ist es, hinter der Kaffeetasse sitzen zu bleiben.
Irgendjemand hat hier die Ladung verloren und Verantwortliche sucht man vergebens. Aber immerhin ein gutes Motiv für alle, die ein Foto machen wollen. Die Küstenwache ist schon unterwegs, um die Dinger einzusammeln, falls sie wieder herunterkommen sollten.