
Gleich soll die Fähre anlegen.
Die See war anscheinend doch unruhiger als erwartet.
Gleich?
Hoffentlich schafft er es von Bord zu kommen.
«ACHTUNG! ACHTUNG! BLEIBEN SIE AUF IHREN PLÄTZE SITZEN, SIE WERDEN VON BORD BEGLEITET.»
Gleich muss er …
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Gleich soll die Fähre anlegen.
Die See war anscheinend doch unruhiger als erwartet.
Gleich?
Hoffentlich schafft er es von Bord zu kommen.
«ACHTUNG! ACHTUNG! BLEIBEN SIE AUF IHREN PLÄTZE SITZEN, SIE WERDEN VON BORD BEGLEITET.»
Gleich muss er …

Bei Joven ist alles neu.
Im Juli hat er auf dem Festland eine Berufslehre als Fahrradmechaniker begonnen und er geniesst das alleine leben, an einem Ort wo ihn niemand kennt. Er kann ganz neu anfangen und die Altlasten blieben auf der Insel. Seine Koch- und Haushaltsfähigkeiten sind noch nicht ganz auf dem erforderlichen Mass. Aber immerhin, es gibt täglich drei Mahlzeiten.
Jetzt aber geniesst er seine verdienten Ferien auf der Insel. Das Meer hat er vermisst.

Immer wieder, immer wieder, immer wieder …
Nein
Der Wind bläst die Wolken über der Insel hinweg und schiebt bestimmt irgendetwas Neues unbekanntes.
Katharina Vasces und der Kobboi bleibt noch etwas Zeit, bis die ersten Besucher zum Leuchtturm kommen.
Oder doch?
Immer wieder?

Immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder …
Postkarte an: Sisyphos Gesellschaft (Tomas), Franz-Meheing-Platz 1, 10243 Berlin, Deutschland

Die Nachkontrolle gibt noch mehr Rätsel auf und leider keine neuen Erkenntnisse.
Jetzt muss er schnell zurück, damit niemand merkt, wo er war.
Bei Flut ist vermutlich gar nichts mehr zu sehen.

Er weiss auch nicht, was das hier zu bedeuten hat.
Ahnungslos, aber er wäre gern dabeigewesen, als der Kreis hier vor ihm entstand.
Oder sollte er besser seine Augen kontrollieren lassen?
Zu Hause wird ihm das wieder einmal niemand glauben.
Die Strandkrabbe führen übrigens, demnächst hier ihre Laufwettkämpfe durch.
Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.Rainer Maria Rilke

Joven geniesst dieses Wetter und kann seine Runden ungestört drehen, ohne dass er sich dafür rechtfertigen muss. Wenn er es hier lange genug aushält, wird vielleicht alles gut, bis er wieder zu Hause ist. Das Regenwasser rinnt ihm den Rücken hinunter.

Wieder zu Hause, Nieselregen, Wind, Salz nicht nur in der Suppe
Alles scheint gut, auf dem Weg zur Küche
Eine Katastrophe, die Oliven sind alle
Angekommen

Der Kobboi ist auf der Rückreise, auf der Fähre fühlt er sich schon wieder ein wenig wie zu Hause. Bein Kaffee trinken, verwickelt ihn ein Herr in ein Gespräch, oder besser der Herr hält einen sehr langen Monolog über seine Arbeit und die technischen Schwierigkeiten einer Eisbahn, die saniert werden muss. Obwohl er schon 20 Jahre in Pension ist, spricht er so als ob er immer noch dabei wäre. Als der Kobboi in seine Kabine will, bietet im, der Mann noch einen zweiten Kaffee an. Nachdem er ihm eine gefühlte Stunde keine Antwort mehr gegeben hatte, zeigte der Mann Gnade und wendete sich einem anderen Reisenden zu, dem er gleich wieder mit seiner Geschichte begann.
Morgen ist er zum Glück wieder zu Hause.

Das sieht an 300 Tagen auf der Insel so aus. Die Regenjacke muss also nie in den Schrank eingesperrt werden. Als Gesprächseinstieg, kann man aber trotzdem, das Wetter kurz erwähnen. Der Rest ergibt sich dann. Für diejenigen, die die wirklich wichtigen Informationen der Insel erfahren wollen, ist ein Besuch im Friseursalon empfehlenswert. Im feuchten Inselklima sind Dauerwellen nicht empfehlenswert.