
Die Menschen und diesen Ort hat er noch nie gesehen.
Keine Ahnung, wo er sich hier befindet.
Herrn Cãna spürte und roch nichts.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Die Menschen und diesen Ort hat er noch nie gesehen.
Keine Ahnung, wo er sich hier befindet.
Herrn Cãna spürte und roch nichts.

Hier nützt sein ganzes Wissen und seine ganze Lebenserfahrung nichts.
Aber sein Magen hat sich beruhigt.
Seine Nachbarn haben keine Katze und heissen auch nicht Schrödinger.
Herrn Cãna hat Einstein im Schuh.

Geht jetzt auch noch die Farbe aus?
Das Jucken in den Beinen ist wie weggeblasen.
Für morgen muss er noch ein Gedicht lernen.
Seine Eltern sind noch nicht zurück.

Das ist ja er selber als Kind?
Wie ist er hier hingekommen?
Die Sonne scheint.
Wer bin ich?

Der Geruch des Meeres, die Luft, alles fühlt sich anders an
Freiheit ist möglich
Er weiss nicht, wie ihm geschieht, sein Körper fühlt sich ganz anders an
Freiheit
Er hört das Blut durch seinen Kopf fliessen

Erstes Mal allein am Meer
Die Welt steht ihm offen
Könnte er jetzt einfach wegschwimmen?

Hier war er noch nie und doch scheinen dies seine Erinnerungen zu sein.
Nichts mehr wird so sein, wie es nie war.
Herr Cãna ist glücklich.

Herr Cãna hat die Zeit vergessen
Stimmen, Gerüche und Gedanken kommen und gehen
Wer bin ich

Seine Gedanken machen eine Zeitreise, Herr Cãna weiss nicht wie ihm geschieht.
Hier lernte sein Grossvater schwimmen.
Und hier lernte er in den Schulferien Grossmutter kennen.
Wieso ist er jetzt hier?
Vielleicht, weil es ihn immer dorthin zieht, wo die Zeit am langsamsten ist?

Herr Cãna hat seiner verstorbenen Frau viel zu erzählen.
In sieben Monaten wird er Grossvater.
Er vermisst sie.
Er freut sich.