
Die Erinnerungen begleiten in der Küstenlinie entlang.
Irgendwann nimmt das Meer sie mit.
Gestern machte Herr Cãna Quittengelee.
Der Geruch ist immer noch in seiner Nase.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Die Erinnerungen begleiten in der Küstenlinie entlang.
Irgendwann nimmt das Meer sie mit.
Gestern machte Herr Cãna Quittengelee.
Der Geruch ist immer noch in seiner Nase.

Vermutlich liegt es am Wetter, aber niemand kennt die Ursache.
Jemand dachte an Algunos.
Ein Anderer hat schlecht geträumt.
Die Fähre verkehrt nach Fahrplan.

Herr Cãna spricht immer noch mit seiner verstorbenen Frau.
Seine Nachbarn haben ihn zum Essen eingeladen.
Herr Cãna spricht immer noch mit ihr.
Bisher waren sie nicht sicher, ob es Frau Adler recht wäre.
Immer noch
Sie waren ja mit ihr befreundet.
Immer noch

Espresso
Also 252 km schafft er nicht, soll er die erste oder die zweite 2 weglassen? Der Wind wird ihm die Antwort abnehmen.
Espresso
Der Kobboi freut sich schon auf eine grosse Portion Spaghetti, für den Nachtisch macht Katharina Vasces eine Zuppa Inglese.
Espresso
Espresso
Espresso

Die Leerstellen, welche Frau Adler hinterlassen hat, wollen neu aufgefüllt werden.
Schieben, zurechtrücken, auffüllen.
Der Friseursalon hat auf alle Fälle einmal pro Woche einen Termin mehr frei.
Vermutlich.

Der Hausrat von Frau Adler ist verpackt und bereit, um mit der Fähre auf das Festland transportiert zu werden.
*Die fliegende Insel von Michel Tournier steht neu in der Bibliothek.
Die Möbel will sie nicht mitnehmen.
**Den Seglern des gekenterten Bootes gelang es, bis zu den Klippen zu schwimmen. Und da hocken sie und warten auf Rettung nach dem Sturm.
*Angelika Wienert
**Wikipedia Bot Deutch
Michel Tournier ist ein französischer Schriftsteller, der für seine tiefgründigen und oft philosophischen Werke bekannt ist. „Die fliegende Insel“ (im Original „L’île des gauchers“) ist eines seiner bekanntesten Bücher. Es verbindet Elemente von Mythologie, Natur und menschlicher Existenz und entfaltet sich oft in surrealen und fantastischen Bildern.
In dieser Geschichte erkundet Tournier Themen wie Identität, Freiheit und die Beziehung des Menschen zur Natur. Die fliegende Insel selbst wird zu einem Symbol für den Traum von einem idealen Ort, fernab der Realität. Tournier spielt mit der Idee von Parallelwelten und der Flucht vor der alltäglichen Existenz.

Platz für Gerüchte.
Frau Adler habe schon die Wohnung gekündigt und bleibe auf dem Festland.
Alle können ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
Ein Segelboot soll 2 Seemeilen vor der Insel gekentert sein.
Der Sturm hält an.

Sie lassen sich nicht wegreden oder ausradieren.
Sie bleiben.
Aber wir können sie neu erzählen und ausmalen.
Der Wind wurde noch stärker.
In der Bibliothek gibt es neue Bücher.

Keine Termine.
Der Wind, der über das Meer fegt, lässt sich von der Insel nicht bremsen.
Das Radio bleibt ausgeschaltet.

Der Mittagsschlaf … das Gekreische der Möwen schreckt ihn auf.
Der Kaffee ist kalt.
Immerhin besser als aufgewärmter.
Jetzt muss er aber vorwärtsmachen.