
Frühstück ist gegessen, jetzt noch in Ruhe einen Kaffee trinken und dann zu Arbeit.
Im Gehirn arbeitet sich der Alltag in seine Träume hinein. Die Aufgabenlisten breiten sich aus. Es gibt kein entkommen.
Dabei möchte er doch nur an das Meer gehen.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Frühstück ist gegessen, jetzt noch in Ruhe einen Kaffee trinken und dann zu Arbeit.
Im Gehirn arbeitet sich der Alltag in seine Träume hinein. Die Aufgabenlisten breiten sich aus. Es gibt kein entkommen.
Dabei möchte er doch nur an das Meer gehen.

Alles scheint möglich
Leicht, unbeschwert und beschwingt
Joven ist wach und träumt
Er ist auf der Fähre zurück auf das Festland, mit im Gepäck voll mit Lebensmitteln, die ihm seine Eltern eingepackt haben. Alles Produkte, die er im Laden, 1 Gehminute von seiner Wohnung entfernt kaufen könnte. Aber die Eltern scheinen Angst zu haben, dass er verhungern könnt. Im Reduit seiner Wohnung, hat es vermutlich Reis, Teigwaren, diverse Konserven und Zucker, den seine Eltern bei Besuchen auf dem Festland immer wieder auffüllen. Er kann sich nicht vorstellen, dass er dies bis an sein Lebensende verarbeiten kann.

Die Farben bring ich
Zurück Pigmente haben
Ihr Leuchten verlor’n
Text: Ruth Loosli

Stop Violence on Women
#16Days vom 25. November bis 10. Dezember
Die UN-Kampagne „Orange the World“ macht seit 1991 auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam: vom internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Sie ist seit 2008 Teil der „UNiTE to End Violence against Women“ Kampagne des UN-Generalsekretärs, die von UN Women durchgeführt wird.
Postkarte Nr. 54

Eine neue Postkarte wird versendet.
Bedruckt, beschrieben, markiert, abgestempelt, mit freundlichen Grüssen, eingeklemmt zwischen vielen anderen Briefen und Karten, in einem dunklen Blechkasten mit wenig Luft und ohne Licht, beginnt eine lange Reise.
Wünschen allen einen schönen, farbenfrohen Sonntag und grüssen freundlich.

12 Stunden auf der Fähre, da bleibt Zeit zum, schreiben, lesen, Kaffeetrinken und schlafen.
Am Brief sitzt er nun schon lange, die Sätze wollen nicht enden und doch hat er immer noch nicht die Worte gefunden für das, was er sagen will.
In der Ferne zieht ein Tanker vorbei.
Der Kaffee ist kalt, das Buch spannend.

Mit Rucksack Flasche
Baby im Kinderwagen
Bittere Kälte
Text: Ruth Loosli

Gut gefrühstückt, zum Mittagessen viel Pasta und jetzt nach der Arbeit die Umgebung erkunden.
Alles andere vergessen.
Zum Nachtessen wird das Mittagessen wiederholt.

Der Montag bring auch keine Besserung. Immerhin, den Weg zur Arbeit schaffte er, ohne sich zu verlaufen. Jetzt ist er auf der Suche nach einem Werkzeug, das er verlegt hat.

Wie er die freien Wochenenden auf dem Festland verbringen soll, weiss er noch nicht so genau. Also überhaupt nicht.
Er muss noch zum Briefkasten.