Der Kobboi ist nach 19 Etappen leicht übermüdet. Zum Glück hilft ihm Katharina Vasces in der Küche fleissig mit und der Zugriff auf Kaffee ist auch immer gewährleistet.
Das Wetter auf der Insel war aber immerhin ausgeglichener als in Italien, und den täglichen Regen ist er ja gewohnt.
Die Kette des Fahrrades ist übrigens geölt und nicht gewachst.
Menu beim Leuchtturm:
Polenta mit Käse überbacken und zum Nachtisch gibt es eine feine Gelati.
Die Vorstellung ein Land zu erfinden, das es nicht gibt, ist ja so was von faszinierend, dass die Volanter*innen das selbstverständlich mit einer Postkarte feiern müssen.
Der Schotte Gregor MacGregor zählt zu den dreistesten Hochstaplern der Geschichte. In den 1820er-Jahren verkaufte er (sehr erfolgreich!) Staatsanleihen und Grundstücke eines Landes, das es gar nicht gab: Poyais an der Miskitoküste im heutigen Honduras.
Viele Auswanderwillige verloren nicht nur jede Menge Geld, für einige endete die Geschichte auch tödlich. Denn die fast 300 Siedlerinnen und Siedler landeten nicht wie versprochen in der Hauptstadt St. Joseph, sondern im Dschungel, mit zu wenig Lebensmitteln, aber umgeben von jeder Menge Mücken, die Gelbfieber übertrugen.
Noch einmal an das Meer.
Morgen muss er zurück auf das Festland.
Da wartet ein neues Fahrrad auf ihn.
Ein Geschenk von seinen Eltern und seinem Chef.
Der Chef hofft vermutlich, dass Joven jetzt mithalten kann.
Das alte Rad kommt also wieder zurück auf die Insel.
Der Weg zum Meer und die Nächte sind länger als sonst.
Das Jahr ist noch unbeschrieben, aber die Vergangenheit macht es dadurch nicht vergessen.
Joven friert leicht, sollte er nicht besser gleich wieder nach Hause gehen.
Er stolpert.
VACUUS
einsam steht er frei im leben
möchte nach der liebe streben
doch sehr fern ist ihm all‘ nähe
krächzend hört er eine krähe
ob die ihm was sagen will
plötzlich um ihn alles still
nur das ewig‘ meer mit dauschen
füllt die luft mit feuchtem rauschen
Wieso fahren die so schnell, haben die keine Freude am Radfahren und wollen das es möglichst schnell vorbei ist. Joven kann sich knapp im Windschatten halten. Nach der Kaffeepause geht es etwas besser. Die Nussgipfel liegen einigen doch schwer auf dem Magen.
Fahrradreinigen, Wäsche, Aufsatz für die Schule, Brief, Kochen, Putzen, Einkaufen und zum Meer.