
Wünschen allen ein Gutes Neues Jahr.
Mit der Hoffnung auf Frieden und Freiheit.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Wünschen allen ein Gutes Neues Jahr.
Mit der Hoffnung auf Frieden und Freiheit.

Aus dem Radio ertönt …
Just a perfect day
Drink Sangria in the park
And then later, when it gets dark
We go home
… und gleich danach die Meldung, dass Frank Vandenbroucke gestorben sei, irgendwann im Oktober 2009 … und der Kobboi schwitzt beim Spinning vor sich hin und hängt seinen Tagträumen nach.
14, Jahre später ist vermutlich nur wahr, dass Frank Vandenbroucke, tatsächlich am 12. Oktober 2009 gestorben ist.

Die Erinnerungen sind zum Glück sehr flüchtig und verändern sich täglich.
So kann aus einem Mann, eine Frau werden und statt eines Heimtrainings in einem muffigen Raum, ein Bad im Meer.
Und er erinnert sich, als wäre es gestern gewesen und nicht vor über 10 Jahren.
Wie erinnern wir uns wohl morgen daran?

Gleich kommt der Regen und hoffentlich auch ein Kaffee.
Das Meer lässt sich nichts anmerken.

frühmorgens
glocken läuten
ein traum hat mich geweckt
noch ist es dunkel draussen
die tage werden kurz
die nächte kalt
all die menschen wieder auf der flucht
frühmorgens wer bringt ihnen heissen tee
einen schnürsenkel eine vertraute sprache
Text: Ruth Loosli
Die Volanter*innen bedanken sich herzlich für die wunderbaren Gedichte.
Mehr zum Lesen von Ruth Loosli finden sie hier.

Und abends knüpft man wieder
an die Träume an stolpert über Berg
und Tal und ehe man die Augen schliesst
fegt man die Behausung aus
Und manchmal verliert man die Fassung und fällt
ganz aus dem Rahmen und
fällt und fällt um wiederum nur in einem
Traum zu landen
Text: Ruth Loosli

Auch am Strand ist es schwer, keine Sehenswürdigkeit zu übersehen.

Wieso kommen uns diese Menschen so fremd vor, fremder als alle anderen Inselbesucher*innen? Vermutlich liegt es an uns, alles sieht heute anders aus, oder sind die etwa auf der Flucht oder von einem Geheimdienst?
Übrigens: Sturmwarnung.

Er hört dem Wind und der Brandung zu.
Heute hat er keine Termine.
Er hört dem Wind und der Brandung zu.
Heute nicht.
Er hört.
Heute ja.

Es gibt nichts zu erzählen.
In einer Stunde hat er einen Zahnarzt Termin, fast hätte er ihn wegen seiner Tagträume vergessen.