Der Kobboi ist voller Vorfreude und zum Glück sind nur die Beine übersäuert. Er bildet sich ja immer ein, am morgen vor einem grossen Radrennen, selber das Rennen simulieren zu müssen. Das Tiramisù für den Nachtisch, der bestimmt allen Rennfahrern über den Poggio di San Remo helfen wird, hat Milla Cremeso am morgen schon vorbeigebracht, aber die Piccata Milanese muss noch zubereitet werden. Bevor die Arbeit in der Küche beginnt, geniesst er zusammen mit Katharina Vasces einen feinen Espresso. Aus dem Radio ertönt 4 Marzo 1943 von Lucio Dalla.
Dice che era un bell’uomo
E veniva, veniva dal mare
Mailand–Sanremo
Mailand–Sanremo ist ein italienisches Eintagesrennen im Strassenradsport, das erstmals im Jahr 1907 ausgetragen wurde. Traditionell findet es im März statt und trägt die Beinamen „La Primavera“ und „La Classicissima“. Mailand–Sanremo gehört zu den fünf Monumenten des Radsports.
Die Besucherinnen sind schon wieder abgereist. Wunderbar, was es immer zu erfahren gibt und trotzdem gut, dass nicht alles gesagt und verraten wird.
Die Fähre fuhr pünktlich.
Die Polenta liegt wohl noch schwer im Magen, heute werden fleissig die Füsse vertreten. Die frische Luft hilft ja auch gegen zu sich genommen Flüssigkeiten.
Wieso ist sie nicht selber auf die Idee gekommen, ihre Botschaft mit einer Flaschenpost zu versenden? Zum Einwässern der Flasche, muss sie an den nördlichsten Punkt der Insel, sonst wird sie von der Strömung nicht hinaus auf das Meer getragen.
Die Wassermassen, die das Meer und die Wolken ohne Unterbruch immer zur und über die Insel bringen, wo waren die schon überall? Wie oft waren die schon da und wen ja in welcher Form?
Ab wann ist ein Regentropfen wieder Meerwasser?
Der Schweiss tropft vom Regenhut in die Brandung und geht auf die grosse Reise.