
Begegnungen machen glücklich.
Mit freundlichen Grüssen
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Begegnungen machen glücklich.
Mit freundlichen Grüssen

Der Kobboi ist noch nicht perfekt vorbereitet für die Tour de France und schon überfordert. Er befürchtet, sich demnächst in ein Crème brûlée zu verwandeln. Immerhin würde ihn dann Katharina Vasces mit Genuss verschlingen.

Dieser Helle Fleck
drüben am Horizont
ist der Nachschein der
untergehenden Sonne
Er zeigt an
das es Abend wird
und alle aufgeschobene
Arbeit wie Schuld und
Gebet nicht vertagt werden konnte.
Doch man tat so als ob.
Text: Ruth Loosli

Wären meine Träume nicht so eitel
und würden mit ihren langen Haaren
wippen als hätten sie Musik in sich
könnt ich mit ihnen lamentieren
Text: Ruth Loosli

Anderseits sprach ihn jetzt jemand genau wegen des Fleckens auf seiner Jacke an und gab Ratschläge im Überfluss, wie man den wieder herausbekomme. Jetzt möchte er doch lieber alleine den Rest seines Inselaufenthaltes geniessen.

Schütte mich aus vor Lachen
und das mich ist ein
Ist mein Herz und Verstand
So habe ich mich doppelt
verloren und muss schauen
was sich machen lässt in
diesem Fall
Text: Ruth Loosli

Mürrisch murrt das Murren
im Gedicht
Bohnen rumpeln das war
ein saumässiges
Mittagsgericht
zwischen zwei Atemzügen
gucken
wo es ist
das murrende
mürrische
Gedicht
Text: Ruth Loosli

Einerseits hat er Angst, dass alle den Fleck auf seiner Jacke entdecken. Anderseits befürchtet er, dass ihn gar niemand beachtet.

Kurz vor dem Tod eines Gefährten
Noch will er in diesem Körper
wohnen
will ihm den Atem schenken
der durch ihn hindurch
strömt und strömt
seine Farbe
türkisblau kristallklar
der Körper ein Körper
das Herz ein Herz
und die Lunge ein Flügel der uns
zueinander trägt
der Morgenwind sein Gehülfe
Text: Ruth Loosli

Das Blau wirft sich in die
Länge der Gasse.
Ein Kübel Farbe von
wessen Hand?
Segnen braucht Kraft
murmelt es in einem
Gemisch aus Konsonanten
und Vokabeln, bringt mir
eine Schale Linsen.
Ich will sie zählen und
hüten und verdauen im
versunkenen Blau
dieser Gegenwart.
Text: Ruth Loosli