Am Horizont taucht die Insel auf, endlich ist er wieder zu Hause.
Die Reise über das Meer war sehr anstrengend. Ein Mitreisender hat Joven bestimmt dreimal seine ganze Lebensgeschichte erzählt und warum er nie auf einer Insel leben könnte. Dass er aber ausgerechnet jetzt neben ihm auf der Fähre sitzt, muss er wohl als Schicksal hinnehmen.
Das Meer zerrt ohne Unterlass an seinem Körper, eine Wohltat.
Joven geniesst das Schwimmen im Meer.
Wieso sind da auf einmal so viele Menschen am Strand? Sollte er sich vielleicht doch eine neue Badehose kaufen?
Dabei sind alle mit sich selber beschäftigt und beachten ihn gar nicht.
Wassertemperatur: 23° Luft: 25°
Eine frische Brise zieht über die Insel.
Neulich, er fuhr soeben zügig an ihr vorüber, warf die tief stehende Morgensonne ihren Schatten weit voraus, auf den Radweg. Da sah er, dass sie, kaum dass er sie passiert hatte, die Arme ausbreitete und sich in deren Schattenwurf die Konturen von Schwungfedern abzeichneten. Erschrocken stieg er vom Rad und wandte sich um. Da stand sie, winkte und lächelte. Die Morgensonne blendete.
Ludwig Janssen
Hätten als Logbuch Betreiber gerne diese Szenerie beobachtet, aber sie sind auch heute wie immer aneinander vorbeigegangen.