
Kleinmut stand bei der Laterne, wie einst Lili Marleen.
Text: Síle Marlin
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Kleinmut stand bei der Laterne, wie einst Lili Marleen.
Text: Síle Marlin

Wieso sitzen seine Eltern gerade in kurzen Nächten so gerne vor dem Haus und blicken auf das Meer hinaus?
Joven findet das in langen Nächten viel einfacher. Jetzt liegt er traumlos im Bett und schläft tief und fest. Die langen Tage fordern ja viel Ausdauer und Energie.

Herr Kleinmut lauschte der Mondscheinrenate.
Text: Síle Marlin
Die Bildermacher hören mit und waren somit nicht in der Lage ein passendes Bild zu machen.

Die kürzeste Nacht übernachtet Joven mit seinen Eltern im Zelt. Seine Gedanken sind noch nicht in der Schule angekommen.

Seine Eltern haben Besuch und sind immer noch am palavern. So kann er in aller Ruhe die Nacht beobachten. Ist die Leuchtturmwärterin eigentlich die ganze Nacht oben im Leuchtturm?

„Das Leben ist ein Traum. Aber nicht meiner.“ Auf der Parkbank konnte Herr Kleinmut am besten philosophieren.
Text: Síle Marlin

Immerhin 24 Sekunden hat er geschafft abzutauchen. Ein Liter Meerwasser hat er dabei sicherlich auch getrunken, also schon fast Rekord verdächtig.
Frau Adler beobachtete ihn mit Kopfschütteln.

Im Radio: “ … seit 4 Jahren untergetaucht … “
Joven kann sich das kaum vorstellen, er schafft eine knappe Minute, wenn überhaupt.

Kleinmuts pantomimisches Talent bestand darin, ein Gesicht wie ein Fahrkartenautomat zu machen, dem an einem Montagmorgen bei Minusgraden das Rückgeld ausgegangen war.
Text: Síle Marlin

Tot, total entspannt, alles ist gut… bis der Pfarrer Erde auf den Sarg wirft und Joven jäh aus seinem Traum gerissen wird. Geblendet vom Sonnenlicht das in sein Zimmer strahlt. Seine Eltern müssen ihn eigentlich nie wecken, aber heute hat er noch tief und fest geschlafen, als seine Mutter die Vorhänge aufriss.
Joven sitzt nachdenklich vor seinem Frühstück. Heute muss er in der Schule ein Gedicht vortragen, es gibt kein Entrinnen.