Isla Volante

Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Madeleine

Meer Regen Wolken Graphic Novel Artwork

Bei Madeleine und Kaffee lässt sich die Tour wunderbar verfolgen.

Glandon Madeleine Loze

Da braucht es dann vermutlich auch noch ein Baguette, um ins Ziel zu kommen.

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Einbildung nur ist diese Welt
Ich seh‘ den Platz
dort wo die Erde küsst den Saum der vielen Paradiese

0361|2025| ©HW
HerrWortranken

Ventoux

Der Wind vom Mont Ventoux Graphic Novel Artwork

Ein sehr seltener, aber nicht zu unterschätzender Wind, der heute über die Insel zieht. Alle paar Jahre im Juli kommt er einmal für einen Tag vorbei. Das Baguette und ein feiner Käse und die Tapenade sind schon aufgetischt. Lavendelhonig und ein feiner Rotwein natürlich auch. Diese Speisen sind bestens geeignet, dem Ventoux zu trotzen.

Ruhetag

Radfahren oder Strand und Meer Graphic Novel Artwork

Der Kobboi müsste einen Ruhetag einlegen, aber jetzt muss er mehrere Pyrenäen Etappen simulieren. Aber heute könnte er aus der Karenzzeit fallen.

Die Küche ist noch kalt. Es reichte noch nicht einmal für einen Kaffee.

Mailariusgomezia

Postkarte Mail-Art Planze Artwork

Wiederentdeckt, die Mailariusgomezia galt als ausgestorben und jetzt tauchte sie, auf einem Foto, die eine Touristin gemacht hat, wieder auf. Dank der GPS Daten der Kamera konnten tatsächlich mehrere Exemplare gefunden werden.

Mailariusgomezia

Taxonomische Einordnung:

Reich: Plantae

Ordnung: Fabales

Familie: Mailariaceae

Gattung: Mailariusgomezia

Art: Mailariusgomezia auroraflora

Besonderheiten:

1. Sie wächst ausschliesslich in symbiotischer Beziehung mit einem bestimmten Moos (Gomezium noctilucens), das an ihren Wurzeln haftet.

2. Der Pflanzensaft wirkt in mikroskopischen Mengen euphorisierend, in grösseren Dosen jedoch halluzinogen.

3. Früher glaubte man, die Pflanze könne Wetterphänomene vorhersagen, weshalb sie auch als „Wetterorakel von Gomezien“ bekannt war.

In Legenden heisst es, dass wer eine Mailariusgomezia zum Blühen bringt, in der Lage sei, „die Stimmen des Waldes“ zu hören. In der Literatur der spekulativen Botanik wird sie oft als „Heilige Pflanze der vergessenen Gärten“ bezeichnet.

Sprint

Sprint bis zum Kaffee Graphic Novel Artwork

Er übt schon einmal für den heutigen Sprint, im Gegenwind und mit mangelnder Kraft, sieht es aus wie einer Wiederholung in Zeitlupe.

Katharina trinkt schon einmal alleine einen Kaffee.

Das Boeuf Bourguignon schmort derweil in der Küche und entfaltet all seine Aromen.

Peloton

Einer auf der Flucht vor dem geschlossenen Feld Graphic Novel Artwork

Einer ist auf der Flucht vor dem geschlossenen Peloton.

Kann jemand noch aufschliessen, oder ist das schon die Entscheidung?

Bei dem Seitenwind vom Meer her wird es dann vermutlich noch zu Windkanten kommen.

Der Kobboi verfolgt schon zu lang die Tour vor dem Fernsehen.

Gepunktet

Tour de France Graphic Novel Artwork

Zum Frühstück trägt der Kobboi für die nächsten Wochen ein weisses Trikot mit roten Punkten, nach draussen wagt er sich damit nicht, nicht nur, weil es auf der Insel definitiv keine Anstiege hat.

Etappen 2025

1. Etappe: Sa., 5.7.: Lille Métropole – Lille Métropole (184,9 km, Flach)
2. Etappe: So., 6.7.: Lauwin-Planque – Boulogne-sur-Mer (209,1 km, Hügel)
3. Etappe: Mo., 7.7.: Valenciennes – Dunkerque (178,3 km, Flach)
4. Etappe: Di., 8.7.: Amiens Métropole – Rouen (174,2 km, Hügel)
5. Etappe: Mi., 9.7.: Caen – Caen (33,0 km, Einzelzeitfahren)
6. Etappe: Do., 10.7.: Bayeux – Vire Normandie (201,5 km, Hügel)
7. Etappe: Fr., 11.7.: Saint-Malo – Mûr-de-Bretagne Guerlédan (197,0 km, Hügel)
8. Etappe: Sa., 12.7.: Saint-Méen-le-Grand – Laval Espace Mayenne (171,4 km, Flachetappe)
9. Etappe: So., 13.7.: Chinon – Châteauroux (174,1 km, Flachetappe)
10. Etappe: Mo., 14.7.: Ennezat – Le Mont-Dore Puy de Sancy (165,3 km, Berg)
Ruhetag: Di., 15.7.: Toulouse
11. Etappe: Mi., 16.7.: Toulouse – Toulouse (156,8 km, Flach)
12. Etappe: Do., 17.7.: Auch – Hautacam (180,6 km, Berg)
13. Etappe: Fr., 18.7.: Loudenvielle – Peyragudes (10,9 km, Einzelzeitfahren)
14. Etappe: Sa., 19.7.: Pau – Luchon-Superbagnères (182,6 km, Berg)
15. Etappe: So., 20.7.: Muret – Carcassonne (169,3 km, Hügel)
Ruhetag: Mo., 21.7.: Montpellier
16. Etappe: Di., 22.7.: Montpellier – Mont Ventoux (171,5 km, Berg)
17. Etappe: Mi., 23.7.: Bollène – Valence (160,4 km, Flach)
18. Etappe: Do., 24.7. Vif – Courchevel/Col de la Loze (171,5 km, Berg)
19. Etappe: Fr., 25.7.: Albertville – La Plagne (129,9 km, Berg)
20. Etappe: Sa., 26.7.: Nantua – Pontarlier (184,2 km, Hügel)
21. Etappe: So., 27.7. Mantes-la-Ville – Paris Champs-Élysées (132,3 km, Flach)

Postkarte Nr. 49

Postkarte Mail-Art Arte Postale

Dieser Postkartengruss wird um die halbe Erde geschickt, hoffentlich kommt er gut an und kann auf der anderen Seite unseres Raumschiffes durch das Universum etwas erzählen.

Und natürlich freut sich Katharina Vasces und der Kobboi schon auf die Antwortkarte.

Postkarte für: Ryosuke Cohen

Übrigens: Alle Postkarten, welche die Isla Volante erreichen, werden beantwortet.

Adresse:

Isla Volante
Rittiner & Gomez
Pfrundweg 5
CH-3646 Einigen

Verstanden

Sprechblase Fumetto Graphic Novel Artwork

Was er ihr sagen wollte, konnte er nicht in Worte fassen.
Sein Glück, dass der Wind seine Rede unhörbar machte und sie genau das verstand, wie er es ihr nie hätte sagen können.

Der Wind soll noch stärker werden.

Genau aber so

Sprechblasen Fumetto Graphic Novel Artwork

Er: «Meine Damen und Herren, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, heute widmen wir uns einem Thema, das – zu Unrecht – im Schatten der grossen Diskussionen unserer Zeit steht. Ein Thema, das uns alle betrifft, das jedoch selten die gebührende Aufmerksamkeit erhält: die Sockenschublade. Ja, die Sockenschublade. Dieser stille Ort der täglichen Routine, jenes kleine Fach, verborgen in der Kommode, das doch so viel über einen Menschen aussagen kann. Werfen wir gemeinsam einen Blick in die Tiefen dieses viel zu oft übersehenen Mikrokosmos unserer Alltagsorganisation. Zunächst stellt sich die Frage: Wie sortiert man eine Sockenschublade korrekt? Ist es besser, nach Farben zu ordnen – Schwarz zu Schwarz, Weiss zu Weiss, gemustert zu gemustert – oder nach Länge: Sneakersocken, Kniestrümpfe, Wollsocken? Und was ist mit jenen Socken, die scheinbar jeder Logik trotzen – einzelne, verlassene Exemplare, deren Partner sich auf mysteriöse Weise in der Waschmaschine aufgelöst haben? Diese Einzelsocken – oder, wie ich sie gerne nenne, die Socken der Hoffnung – verdienen eine eigene Kategorie. Natürlich spielt auch das Falten der Socken eine entscheidende Rolle. Manche rollen sie liebevoll zusammen, andere schlagen sie einmal um und nennen es „gut genug“, während wahre Organisationsenthusiasten sogar spezielle Socken-Organizer verwenden. Ja, es gibt Organizer. Aus Filz, aus Plastik, sogar aus Bambus. Die Sockenschublade kann zum Design-Statement werden – wenn man es nur zulässt. Doch es geht nicht nur um Ästhetik, nein. Die Sockenschublade spiegelt unsere Persönlichkeit wider. Ist sie chaotisch? Dann ist ihr Besitzer vielleicht kreativ, spontan, voller Ideen. Ist sie ordentlich? Dann könnte es sich um jemanden handeln, der Struktur liebt, der weiss, wo seine Prioritäten liegen – nämlich bei der täglichen Entscheidung, welches Paar Socken das richtige für diesen Tag ist. Die Wahl der Socken ist ohnehin ein unterschätzter Moment im Tagesverlauf. Dünne Baumwolle oder kuscheliges Frottee? Neutraler Farbton oder knallbuntes Muster mit Bananen? Es sind Fragen wie diese, die – obwohl belanglos – unser Lebensgefühl beeinflussen können. Doch lassen Sie mich fortfahren: Was geschieht mit ausgedienten Socken? Viele werfen sie achtlos weg. Andere wiederum geben ihnen ein zweites Leben – als Putzlappen, Handpuppen oder gar als modisches Statement in Form von … sagen wir mal, sehr gewagten Armstulpen. Ja, die Socke lebt weiter, wenn man sie lässt. Und wie steht es um die sozialen Dynamiken innerhalb einer Sockenschublade? Ist da vielleicht Konkurrenz? Neid? Die eine Socke, die immer zuerst genommen wird, während andere monatelang unberührt bleiben – frustriert, vergessen. Vielleicht sollte man einmal eine Rotation einführen, um jedem Sockenpaar eine faire Chance zu geben. Einige Menschen – und ich zähle mich mit einer gewissen Leidenschaft dazu – sehen in der Sockenschublade sogar einen Spiegel der Gesellschaft. Es gibt Ordnung und Chaos, Alt und Neu, Laut und Leise, Bunt und Monochrom. Und am Ende – am Ende findet man immer etwas, das man gerade nicht sucht.»

Sie: «Jetzt müssen wir vorwärtsmachen, sonst verpassen wir die Fähre.»

Er arbeitet nicht gerne mit ihr zusammen, sie redet ihm zu fest rein.

SINE CONTENTO

Wenn die Gedanken kreisen wirr
Der Vortrag produziert Geklirr
Das Auditorium schläft ein
Dann wird es Zeit
Wir gehen heim

0296 |2025| ©HW
HerrWortranken