Der Anblick einer 16-jährigen Schülerin löste bei einem älteren Herren, der die Insel besuchte eine Nachhallerinnerung aus. Nach kurzem hyperventilieren brach er zusammen. Die Sanität konnte ihn aber schnell in die Notaufnahme bringen, wo er sich nun von seinem Schreck erholt.
Beim Leuchtturm laufen die Vorbereitungen für die Verschiebung planmässig.
Der Kobboi ist am Üben, wie er die perfekte Crema Catalana herstellen kann, um Katharina Vasces die Zeit zu versüssen, biss sie wieder beim Leuchtturm einziehen können.
Ansonsten gibt es nichts Aussergewöhnliches von der Insel zu berichten.
Crema Catalana
Crema Catalana ist eine Dessertcreme, die mit einer festen Karamellschicht überzogen ist.
Die Karamellschicht entsteht durch auf die Creme gestreuten Zucker, der traditionell mit einem speziellen, im Feuer erhitzten Eisen gebrannt wird.
Die Crema Catalana wird in einfachen Tonschalen serviert und ähnelt der französischen Crème brûlée. Sie wird im Gegensatz zu dieser jedoch nicht im Wasserbad zubereitet und statt Sahne wird Milch verwendet, die mit verquirltem Eigelb und Speisestärke verrührt und anschliessend abgekocht wird. Mit Zimt und Zitronen- oder Orangenschale gewürzt, wird die heisse Creme in die Tonschalen abgefüllt.
Joven versucht es nicht zu sehen, einfach ignorieren.
War Frau Adler heute auch am Meer?
Der Kobboi war einige Tage auf dem Festland, das bekommt ihm selten gut. Jetzt ist er trübselig. Katharina Vasces serviert ihm einen Espresso mit Claro Baraza Bohnen.
Es scheint einen ungewollten Ortstermin zu geben, alle wollen es jetzt genau wissen wie die Verschiebung des Leuchtturms vollzogen werden soll.
Wann? Wie? Wohin? Wer? Weshalb?
Katharina Vasces und der Kobboi haben alle Hände voll zu tun. Katharina Vasces wäre ja für einen Neubau, aber die Volanter*innen glauben die Seele des Leuchtturms würde verloren gehen.
Frau Adler stand heute wieder am Meer und bemerkte nicht wie er vorbeiging. Joven will heute in die Bibliothek.
Herr Cañas ist froh wieder zu Hause zu sein und er ist erleichtert, dass nun seine Schwiegertochter mit seinem Sohn auf das Meer hinaus fährt. So kann er in Ruhe mit seiner verstorbenen Frau reden.
Völlig ungestört geht Joven dem Strand entlang, so früh am morgen ist noch niemand unterwegs.
Die Zeit drängt, die Volanter müssen eine Lösung finden, wie sie den Leuchtturm schützen wollen. Der Anstieg des Meeresspiegels gefährdet den Leuchtturm. Die einen wollen einen Schutzwall bauen die anderen wollen den ganzen Leuchtturm 50 Meter zurückschieben und eine weitere Option ist ein Neubau.
Heute serviert Katharina Vasces Flammenkuchen zum Mittagessen und als Dessert gibt es Crème brûlée. Der Kobboi hat leichte Wadenkrämpfe.
Von ihrer Nachbarin hat Frau Adler erfahren, dass Herr Caña schon einige Zeit bei seiner Schwester auf dem Festland ist. Sie hat keine Lust die Wohnung zu verlassen.
Der Kobboi fuhr mit dem Fahrrad an ihm vorbei, in ein neues Gelbes Trikot gekleidet.
Joven hat noch einiges zu erledigen und ist nur kurz am Meer.
Meeresspiegelanstieg
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein deutlicher Meeresspiegelanstieg zu beobachten, der allein im 20. Jahrhundert bei etwa 17 cm gelegen hat. In den vergangenen Jahrzehnten ist zudem eine Beschleunigung zu beobachten. Im Zeitraum 1993 bis 2010 waren es durchschnittlich 3,2 mm pro Jahr.