Isla Volante

Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Postkarte Nr. 56

Eine aquarellartige Landschaftsdarstellung zeigt einen Leuchtturm auf einer grünen Landzunge vor einem Hintergrund aus Wasser und Himmel, der ein Gefühl von Ruhe erzeugt - Graphic Novel Artwork

Die Vorstellung ein Land zu erfinden, das es nicht gibt, ist ja so was von faszinierend, dass die Volanter*innen das selbstverständlich mit einer Postkarte feiern müssen.

Der Schotte Gregor MacGregor zählt zu den dreistesten Hochstaplern der Geschichte. In den 1820er-Jahren verkaufte er (sehr erfolgreich!) Staatsanleihen und Grundstücke eines Landes, das es gar nicht gab: Poyais an der Miskitoküste im heutigen Honduras.

Viele Auswanderwillige verloren nicht nur jede Menge Geld, für einige endete die Geschichte auch tödlich. Denn die fast 300 Siedlerinnen und Siedler landeten nicht wie versprochen in der Hauptstadt St. Joseph, sondern im Dschungel, mit zu wenig Lebensmitteln, aber umgeben von jeder Menge Mücken, die Gelbfieber übertrugen.

GAG332: Geschichte aus der Geschichte

Postkarte Nr. 51

Leuchtturm Postkarte Artepostal Mail-Art Artwork

Postkartengrüsse der Isla Volante. Der Leuchtturm, das meist fotografierte Objekt der Insel.
Diese Postkarte geht als Antwortkarte für eine wunderbare Postsendung, die den Leuchtturm diese Woche erreichte.

Das Bild entspricht zurzeit, nicht der Realität, es stürmt und regnet schon den ganzen Tag. Richtiges Inselwetter.

Half of everything is luck, James.
Goldeneye 007

Wechsel

Meer Strand Bretagne Graphic Novel Artwork

Diese Woche dreht Katharina Vasces ihre Runden.

Seitenwind, Regen und als Zwischenverpflegung eine oder zwei Galette, damit es morgen weitergeht.

Der Leuchtturm ist diese Woche für das Publikum geschlossen, die Innenwände bekommen einen neuen Anstrich. Ab nächstem Montag ist er wieder begehbar.

Sturm

Leuchtturm Graphic Novel Artwork

Ein Tag, um hinter der Kaffeetasse sitzen zu bleiben. Ein Sturm fegt über die Insel. Der Wind rüttelt und pfeift mit aller Kraft am Leuchtturm.
Das Sand-Salzwasser-Gemisch, das einem mit über 100 km/h entgegenkommt, wäre ein perfektes Hautpeeling. Aber sicherer ist es, hinter der Kaffeetasse sitzen zu bleiben.

Seemannsgarn

Seemannsgarn Graphic Novel Artwork

Was so alles auf dem Meer gesehen werden will, von Geistern, Monsterwellen, Untieren, bis hin zu Ausserirdischen kommt alles vor in den Erzählungen der Leuchtturmbesucher*innen. Heute hat jemand sogar noch ein historisches Piratenschiff gesichtet, die seien direkt auf sie zugesteuert und hätten erst im letzten Moment abgedreht und in einer Nebelwolke verschwunden. Sogar Kanonenschüsse seien zu hören gewesen.

Katharina Vasces ist besorgt, ob bei ihren Getränken, die sie servierte, wirklich alles in Ordnung war. Der Kobboi reinigt noch einmal die Kaffeemaschine.

Auch noch verpasst

Frau steht auf der Insel Graphic Novel Artwork

Sie ist immer noch da und muss auch noch einen Tag anhängen, den der Weckdienst in der Pension, hätte sie, eine Stunde zu spät geweckt.

Für morgen wird ein Sturm angekündigt, da bleibt sie am besten bis am Wochenende. Niemand will doch das sie noch Seekrank wird, oder noch schlimmer.

Jetzt will sie noch zum Leuchtturm, das Tram fährt jede Stunde, das sollte sie schaffen.

Omeletten

Leuchtturm Graphic Novel Artwork

Es hat noch Teig, aber vermutlich machten sie jetzt schon zu viele Omeletten.
Für den Himmel reicht es jetzt auf alle Fälle.

Das Tram hat Verspätung, dann werden wir eben noch eine verzehren.

Neapelgelb

Leuchtturm Graphic Novel Artwork

Das Schlafzimmer bekam einen neuen Anstrich.
Alles andere scheint so wie immer.
Die ersten Gäste sind schon da.
Der Regen kommt erst am Nachmittag.

Postkarte Nr. 41

Mail-Art Graphic Novel Artwork

Für eine gute, Postkarte, darf man auch nass werden. Das Meer scheint etwas zum Feiern zu haben und der Wind hilft mit Freuden dabei.

Mit freundlichen Grüssen nach Oslo.

Verschoben

so tun als ob Graphic Novel Artwork

Es ist nichts mehr zu sehen von der Verschiebung des Leuchtturmes. Er tut so, als wäre er immer da gestanden.

Aber die Natur und vor allem das Meer wird uns bestimmt wieder einholen. Wegrennen geht nicht.

Die Idylle trügt.