
Seine Eltern hatten tatsächlich das Zelt mitgenommen, Joven ist überglücklich. Hier draussen gibt es nichts Störendes.
Logbuch der Insel von Rittiner & Gomez

Seine Eltern hatten tatsächlich das Zelt mitgenommen, Joven ist überglücklich. Hier draussen gibt es nichts Störendes.

Der Regen hält sie nicht ab, um gemeinsam Risotto zu essen und zu Palavern. Jovens Magen und Kopf sind übervoll und müssen nun alles verdauen.

So stellt sich Joven einen universellen Waschtag vor.
Frau Adler ärgert sich über einen Kaffeefleck auf dem Rock.
Katharina Vasces und der Kobboi blicken auf das Meer.

Joven liebt den Freiluftunterricht und heute ist ja eine ausserordentliche Stimmung am Meer. Vielleicht löst sich ja gleich die ganze Welt auf und es gibt keine Schule mehr.
Frau Adler mag den Nebel nicht, so kann sie ja weder sehen, noch gesehen werden.
Das Nebelhorn hat Dienst.
Im Nebel
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist einsam Sein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.Hermann Hesse

Giesst mehr Bogenhanf! Ein Herr Kleinmut kann sich nicht irren.
Text: Síle Marlin

Das Wasser kommt aus allen Himmelsrichtungen, nur bei Joven will es nicht fliessen. Er muss eine Urinprobe beim Arzt abgeben und versucht es nun schon eine halbe Ewigkeit. Dabei hat er schon Magenkrämpfe vom vielen Wasser das sie ihm zum Trinken reichten. Irgendwann kam dann doch noch ein Rinnsal. Anscheinend gab es weder im Urin, noch im Blut etwas zu finden, das nicht gut wäre. Der Arzt gab ihm ein Poster mit, auf dem Übungen für einen starken Rücken abgebildet sind. Die soll er jetzt jeden morgen machen.
Den nach Hause Weg musste Joven im Sprint bewältigen, den seine Blase schien zu platzen.
Ansonsten macht die Insel was sie immer tut und der Regen will noch ein paar Tage bleiben.

Wieder zu Hause. Morgen muss er wieder in die Schule und seine Eltern haben ihn schon wieder zu einem Arzttermin angemeldet. Könnte er doch für immer hier am Meer bleiben.

Das Meer ist blau.
Joven sitzt wieder in seiner Kabine und hängt seinen Tagträumen nach. Morgen ist er wieder auf der Insel. Bisher fand er leider noch gar keine Zeit den Schulstoff nachzuarbeiten.
Das Meer ist blau.

Zum Glück holte Jovens Tante ihn bei der Fähre ab und begleitete ihn zur Augenärztin, den ober er hingefunden hätte ist nicht sicher. Jetzt nach dem Besuch bei der Augenärztin, mit geweiteten Pupillen und geblendet sieht er überhaupt nichts mehr. Er wird bei seiner Tante übernachten und morgen wieder die Fähre zurück auf die Insel besteigen.
Mit seinen Augen ist alles gut, die Augenärztin vermutet, das mit dem Rücken etwas nicht gut sei. Joven hat sich also doch nicht geirrt, aber eine grosse Hilfe ist es nicht.

Wenn Kleinmut einen Rappel bekam und frische Luft brauchte, dann schnappte er den Bogenhanf, packte ihn auf ein Skateboard und zog dieses an einer Leine hinter sich her, und es war ihm egal, wenn die Nachbarn Augen machten wie Plumploris.
Text: Síle Marlin