Handgeschrieben, endlich ist er fertiggeworden, fehlerfrei ist er nicht und die Schrift gefällt ihm auch nicht. Aber nach den fünf misslungenen Versuchen, die wegen haarsträubenden Rechtschreibfehlern und unverständlichen Sätzen verwarf, muss er sich nun mit der Realität und seiner Handschrift abfinden.
Jetzt ist der Brief auf der Reise und er hat keinen Einfluss mehr, was damit geschieht oder ob die Botschaft so ankommt, wie er sie meinte.
Im Tram, ein Inselbesucher sitzt dem Kobboi gegenüber, sofort beginnt der ein Gespräch und erklärt dem Kobboi, dass er hier auf der autofreien Insel natürlich sehr gerne das Tram nutze, aber er sei Besitzer von sieben Automobilen. Danach wendete er sich ab und starrte zum Fenster hinaus, was natürlich ein lohnender Blick ist, auf die wundervolle Insellandschaft. Seinem Sitznachbar schenkte er keine Beachtung mehr. Der Kobboi kam also nicht mehr dazu, ihm zu erzählen, dass sein Lieblingsmärchen, Schneewittchen und die sieben Zwerge ist. Nicht einmal das «Wünsche einen Guten Tag» am Ende der Fahrt wurde erwidert.
Auf der Isla Volante gibt es keine Lauschangriffe, keine versteckten Mikrofon oder Kameras, keine Bewegungsmelder, die Privatsphäre ist ihnen sicher. Aber Achtung, der Wind kann all ihre Geheimnisse rasend schnell rund um die Welt tragen und die Volanter*innen sind tatsächlich sehr neugierig.
Ein Aquarell zeigt zwei Personen, die sich über leere Sprechblasen hinweg anschauen.
Die Komposition ist schlicht und räumlich. Zwei kleine Figuren stehen einander gegenüber, getrennt durch ein Paar weisser Sprechblasen, die über ihnen schweben. Die Figuren wirken abstrakt und zeigen keine detaillierten Merkmale. Die Sprechblasen scheinen von einer Fläche aus unregelmässig gemaltem, hellem Blau getragen zu werden. Der Hintergrund ist weiss, ohne weitere Details. Die Figuren wirken isoliert und konzentrieren sich auf den Austausch von Gedanken, der durch die leeren Sprechblasen symbolisiert wird. Die Darstellung vermittelt einen Eindruck von Dialog, ohne jedoch konkrete Inhalte zu kommunizieren.
Als Hauptmotive sind zwei abstrakt dargestellte Personen, die von der Taille nach oben abgebildet sind und keine Gesichter zeigen. Sie tragen unscheinbare Kleidung, die lediglich als blosse Umrisse dargestellt ist. Die Körperhaltung ist ruhig, ohne deutlich erkennbare Emotionen. Die Personen stehen in einer gedrängten, nicht übermässig detaillierten Weise dar.
Das Bild ist in Aquarelltechnik gemalt und zeigt eine minimalistische Farbpalette. Der Stil ist abstrakt und reduziert, wobei die Farben sanfte, blaue und weisse Töne verwenden. Die Verwendung von Aquarellfarben erzeugt eine sanfte Textur und eine leicht unbestimmte Stimmung. Der Fokus liegt auf der Form und nicht auf dem Detail. Die Farbübergänge sind fliessend. Die Sprechblasen sind als reine Formen, ohne Textur, dargestellt.
Einfache abstrakte Einstellung. Die leuchtend blauen, ineinander verschmolzenen Farbfelder erzeugen eine ungenannte Atmosphäre, die an einen abstrakten Raum erinnert. Die Figuren, die Sprechblasen und die Farbverteilung erzeugen eine Szene, die auf die Beziehung der Figuren und die Kommunikation in der Stille konzentriert ist. Neutrale Beleuchtung, nicht sehr ausgeprägt.
evtl ist etwas zu lang – länger als der Blick in den Regenhimmel
z`vill Pschiss zu schnell vor Augen?
wie war das? was ich net weiss macht mich net heiss…
tja bloss nicht tiefer da rein rutschen – aber das Abgelenke verleiten ist schon fatal
aber die Kuhhirtreisen sind ja doch immer erträglich …
grro
Ein sehr seltener, aber nicht zu unterschätzender Wind, der heute über die Insel zieht. Alle paar Jahre im Juli kommt er einmal für einen Tag vorbei. Das Baguette und ein feiner Käse und die Tapenade sind schon aufgetischt. Lavendelhonig und ein feiner Rotwein natürlich auch. Diese Speisen sind bestens geeignet, dem Ventoux zu trotzen.
Wiederentdeckt, die Mailariusgomezia galt als ausgestorben und jetzt tauchte sie, auf einem Foto, die eine Touristin gemacht hat, wieder auf. Dank der GPS Daten der Kamera konnten tatsächlich mehrere Exemplare gefunden werden.
Mailariusgomezia
Taxonomische Einordnung:
Reich: Plantae
Ordnung: Fabales
Familie: Mailariaceae
Gattung: Mailariusgomezia
Art: Mailariusgomezia auroraflora
Besonderheiten:
1. Sie wächst ausschliesslich in symbiotischer Beziehung mit einem bestimmten Moos (Gomezium noctilucens), das an ihren Wurzeln haftet.
2. Der Pflanzensaft wirkt in mikroskopischen Mengen euphorisierend, in grösseren Dosen jedoch halluzinogen.
3. Früher glaubte man, die Pflanze könne Wetterphänomene vorhersagen, weshalb sie auch als „Wetterorakel von Gomezien“ bekannt war.
In Legenden heisst es, dass wer eine Mailariusgomezia zum Blühen bringt, in der Lage sei, „die Stimmen des Waldes“ zu hören. In der Literatur der spekulativen Botanik wird sie oft als „Heilige Pflanze der vergessenen Gärten“ bezeichnet.